3 Männer Podcast
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Der etwas andere Podcast über Emotionen und Dinge, die nicht nur die drei Männer (Dr. Holger Liekefett, Christoph Theile und Christian Sega) im Alltag bewegen.
Hintergründig, mit Tiefgang und doch auch locker und lustig werden spanende Phänomene und Erlebnisse im Alltag rund um unsere Emotionen und Gefühle diskutiert, mit Fakten und erlebten Beobachtungen unterlegt sowie interessante Gäste zu ihrer Meinung und Einschätzung befragt.
Der 3-Männer Podcast klärt auf, analysiert und hinterfragt die „stereotypischen Klischees“ im täglichen Umgang mit unseren Emotionen. Er hilft uns, auf eine ganz andere Art, Emotionen zu erkennen, diese besser zu verstehen oder sie gezielt aktivieren und mit ihnen in jeder Lebenslage souverän umzugehen zu können.
Schreibt uns gern Euer Feedback oder sendet uns spannende Themen, die Euch interessieren: info@3m-podcast.de
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#32 Tal des Todes - 217 km durch die Hölle
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🎙️ #32 Tal des Todes – 217 km durch die Hölle
Der Badwater 135 – der härteste Ultramarathon der Welt. Und unser Gast Matthias Landwehr hat ihn bezwungen.
Was passiert, wenn ein Traum, der über Jahrzehnte gewachsen ist, Realität wird?
In dieser ganz besonderen Folge des Drei-Männer-Podcasts erzählt uns Matthias Landwehr von seiner Teilnahme am legendären Badwater 135 – einem 217 Kilometer langen Ultramarathon durch das Death Valley bei bis zu 50 Grad Hitze.
🧠 Was macht das mit einem?
💥 Wie fühlt es sich an, am Start zu stehen, wissend: 42 Stunden Hölle liegen vor mir?
💪 Wie bereitet man sich körperlich und mental auf ein solches Extrem vor?
🌍 Und was passiert emotional, wenn man das Ziel seines Lebens erreicht?
Mitten im Gespräch geht es nicht nur um Hitze, Training und Gurkenmasken (ja, wirklich), sondern um Geduld, Entschlossenheit und das tiefe Gefühl von angekommen sein. Matthias erzählt bewegend und authentisch, warum er weiß: "Ich werde das nie wieder machen – weil es nicht besser werden kann."
💚 Bonus: Matthias lief nicht nur für sich selbst – sondern auch für die Deutsche Schlaganfallhilfe und sammelte über 7.000 € für den guten Zweck.
👉 Freu dich auf 40 Minuten voller Staunen, Respekt und echter Emotionen.
Diese Folge ist eine Ode an die Kraft von Träumen – und an die, die sie sich erlaufen.
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👟 Und nicht vergessen: So sehen Sieger aus.
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Weitere Informationen über uns findest du...
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oder schaue auch gern auf www.eqting.com und www.globe-of-emotions.com und finde viele weitere Informationen rund um das Thema Emotionen
Das Buch zum Thema Emotionen mit dem Globe of Emotions: "Denken wir noch oder fühlen wir schon" von Christoph Theile und Nadja Kahn
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5. Aug. 2025, 17:46
#32 Tal des Todes
Die sagen alle, und ich glaube, das wirst du wahrscheinlich gleich bestätigen, es ist einer der härtesten Ultramarathons der Welt, diese Gürtelschnalle da im Ziel zu kriegen und das T-Shirt, das ist quasi eine höhere Belobigung gibt es nicht. Das ist der heilige Kral des Ultralaufens. Herzlich willkommen zum 3-Männer-Podcast, der Podcast über Emotionen und Dinge, die uns bewegen.Immer mit dabei Christoph Theile, Holger Liekeveldt und Christian Seeger und häufig spannende Gäste. Ja, heute eine ganz besondere Folge, gerade für mich, heute ist Matthias Landwehr wieder hier. Hallo Matthias.Hallo Christoph. Es ist die Folge nach unserer letzten Folge, es ist nach dem Lauf Badwater, 135 und bevor es jetzt gleich losgeht, ich erzähle einmal ganz kurz, was das eigentlich ist, weil ich weiß nicht, ob das jeder kennt, es ist glaube ich schon ein bisschen Spezialwissen. Also Badwater 135, ein Ultramarathon, ein extremer Ultramarathon, der jährlich im Juli im Death Valley, Kalifornien stattfindet.Die sagen alle, und ich glaube, das wirst du wahrscheinlich gleich bestätigen, es ist einer der härtesten Ultramarathons der Welt, die geht über 135 Meilen, also 217 Kilometer und zwar durch echt wilde Gegenden, nämlich von Badwater, vom tiefsten Punkt Nordamerikas bis zum Whitney Portal, also von minus 85 bis 2530, also echt brutale Höhenmeter noch. Wenn man die Ecke kennt, Death Valley, das sind Temperaturen bis locker 50 Grad. Du warst da, du bist diesen Lauf gelaufen, ich würde ja fast am Ende sagen, ob du es geschafft hast, das können wir gar nicht aushalten.Hallo Matthias, schön, dass du da bist. Dankeschön, schön, dass ich hier sein darf. So, und wir spoilern das natürlich, du bist durchgekommen, durch diese irre, irre Hölle.Sag mal, wie sich das anfühlt? Wunderschön. Ein Lebenstraum hat sich erfüllt und ich habe es in 42 Stunden, 45 Minuten geschafft und die Zeit ist dann irrelevant, weil das ist, diese Gürtelschnalle da im Ziel zu kriegen und das T-Shirt, das ist quasi eine höhere Belobigung gibt es nicht, das ist der heilige Gral des Ultralaufens, also da sind viele, die danach streben und ich war in der glücklichen Situation, als einziger Deutscher starten zu dürfen. Also du bist als bester Deutscher ins Ziel gekommen.Ja, bester, ja genau, bester und einziger. Wir haben in unserem Vorgespräch, haben wir mal darüber gesprochen, wie wenig Menschen diesen Lauf eigentlich wirklich schaffen. Du hast gesagt, es sind irgendwie 1.200 oder jetzt 1.250 weltweit und wie viel, 20 oder 25 Deutsche? Ja, sowas um den Dreh.Also es ist halt, jedes Jahr sucht der Veranstalter da die Besten raus und da sind halt eben aus allen Ländern nimmt er dann halt einen oder zwei, diesmal war ein Deutscher dabei, ein Österreicher, ein Schweizer und aus allen möglichen Ländern, andere Leute, ganz viele Amerikaner und diesmal waren es glaube ich 60 Rookies, also 60, die es zum ersten Mal gemacht haben und 40 Wiederholungstäter. Wow, gerade bei solchen Läufen geht es ja manchmal auch um einen guten Zweck oder? Und ich glaube bei dir ging es auch um einen guten Zweck, wie war das denn? Ich habe für die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe Geld gesammelt, also da habe ich aufgerufen, habe Spendenaufruf gemacht und wir haben insgesamt bis heute haben wir über 7.000 Euro gesammelt, also da bin ich sehr, sehr stolz, dass wir so viel Geld gesammelt haben für einen guten Zweck und ich denke da kann man sich schon auf die Schulter klopfen, auch wenn viele Unverständnis haben für so eine verrückte Aktion, für viele ist das ja unverständlich und wie man sich solche so in Risiko begeben kann, aber es war ja alles wirklich geplant und wirklich gut vorbereitet, gut abgesichert und es ist halt, der gute Zweck war halt auch im Hintergrund, im Vordergrund, also das ist wirklich, dass man halt wirklich Geld sammelt und sagt hier, ich laufe 217 Kilometer, mein Arbeitgeber hat pro Kilometer auch 10 Euro noch da drauf gepackt, also das war jetzt mal, pro Kilometer, ja genau, dann sind wir jetzt wirklich bei über 7.000 Euro und das ist echt eine Menge Geld für den Schlaganfall, das ist ja wirklich wichtig, dass da Aufklärung stattfindet und das macht die Deutsche Schlaganfallhilfe sehr, sehr viel, mit den Stroh-Units haben die wirklich in den letzten Jahren ganz, ganz viel bewirkt. Toll, toll, ach super, das gibt auch diesem Ganzen einfach noch so ein, natürlich noch so ein anderes Gefühl mit, ganz, ganz großartig, einfach mal für die, für das ganze Drumherum, es gab nebenbei eine WhatsApp-Gruppe, ich hatte die große Ehre mit eingeladen zu sein und da waren ungefähr 300 Personen dabei, die dich von der Ferne die ganze Zeit begleitet haben, wurden ständig irgendwie Fotos gepostet und das war irgendwie total süß, da waren ganz viele von Freunden und Bekannten, die dann auch parallel auch gelaufen sind und haben gesagt, ich laufe heute Abend meine 5 Kilometer für dich und das war einfach wirklich, da dabei zu sein, war auch eine ganz besondere Erfahrung, aber du hattest auch ein Team vor Ort, was war das für ein Team? Das waren jetzt ganz enge Freunde, die ich ausgesucht habe nach Erfahrung und Fähigkeiten und die habe ich dann halt eingeladen, man kann das Rennen nur starten mit Team, also man darf, man muss das Auto stellen und ein Team, was bis zu 4 Leute und ich hatte jetzt eben diese 4 Leute ausgewählt und da waren halt eben erfahrene Ultraläufer dabei, einer mit 400 Marathons und auch ganz, ganz viel Ultraerfahrung, das war mein Joker, weil der Rettungssanitäter ist, dann ein sehr, sehr guter Freund, der seit Jahren mich auf dem Rad begleitet, der Frank, dann Thomas, der eben auch mein Laufkumpel über Jahre ist, den ich immer quasi sonntags morgens überfallen habe und wir sind dann zusammen 50 Kilometer gelaufen, also wirklich seit Jahren laufen wir zusammen, der hat auch ganz, ganz viel Erfahrung und dann mein anderer Joker, der mit Internet affin ist, der Ludwig, der ist extra aus Vietnam gekommen, der ist ausgewandert nach Vietnam und ist nur für das Rennen jetzt quasi, quasi um mich dann da zu begleiten und die letzten Kilometer ist er auch hinter mir gelaufen, hat mich nass gespritzt und die ganze Zeit angefeuert, das war natürlich ein Traum, ein Traum.Super, wie bereitet man sich auf sowas vor, also durch diese Temperaturen, ich stelle mir das echt brutal vor. Es gibt halt zu diesem Lauf, da hat der Veranstalter halt wirklich über die Jahre ganz viel Wissen angesammelt und auch öffentlich gestellt, da gibt es auf der Internetseite Badwater135 gibt es halt eine Unterseite University und da gibt es ganz, ganz viele Studien zu Laufen in Hitze, Trainieren für Hitze und da ist halt ganz, ganz viel, dass man halt mit dicken Klamotten laufen soll, in der Hitze laufen soll, also dass man auch trainiert oder eben in die Sauna gehen und lauter solche Tipps und da steht halt alles ganz haarklein aufgeschlüsselt, richtig wie, wie ja wissenschaftliche Studien, was, was dann quasi sich bewährt hat. Das habe ich halt umgesetzt, habe halt viel in der Sauna trainiert, habe mir eine Fasssauna in den Saaten, in den Garten gestellt, jetzt nicht zum Laufen, sondern einfach zum drin sitzen, dass man eine Stunde, Stunde zehn bei 60, 70 Grad da sitzt und dann zwei, drei Liter trinkt.Aber das Entscheidende war halt, ich habe einen guten Freund in Saudi-Arabien und den habe ich besucht und bin dann halt quasi mit ihm zusammen da eine Woche zum Training gewesen und habe dann fünf Tage hintereinander jeden Tag einen Marathon gemacht in Saudi-Arabien und da waren halt im Juni die Bedingungen ähnlich wie jetzt in Saudi-Arabien, äh wie in Saudi-Arabien, war ähnlich wie im Badwater Basin, auch so 40, 45 Grad und das ist natürlich dann wirklich so der Game Changer gewesen, dass man wirklich den Körper, ne, vier Wochen vor dem Rennen schon an die Hitze ranführt und dann wirklich auch so, ne, am fünften Tag war ich natürlich auch extrem langsam und müde und, ne, aber dass man halt da ranführt und darum konnte ich halt da antreten und bin dann auch gar nicht so erschlagen worden von der Hitze, wie es normalerweise gewesen wäre. Ja, das ist natürlich sehr klug. Super.Ja, aber das muss man natürlich auch hinkriegen, finanziell und auch, ne, von der Familie her, dass man halt dann freikriegt für eine Woche Saudi-Arabien. Ist ein schöner Urlaub, immer jeden Tag mal ein kleines Marathonchen laufen. Mein Kumpel, der hat trainiert auf dem Rad, weil der halt fünf Triathlons hintereinander gemacht hat.Also als ich nach, nach Amerika geflogen bin, war der gerade auf der Hälfte von den fünf Marathonchen, fünf Triathlons, Langtriathlons, also der war auch sehr, sehr fit und da konnten wir uns gut gegenseitig hochpushen da in Saudi-Arabien. Ja, das kann ich mir vorstellen. Jetzt hast du anfangs gesagt, das ist das Ziel deines Lebens und der Lauf deines Lebens.Ja. Wieso ist das so? Warum, warum hast du gesagt, das ist der, das Ziel meines Lebens? Ja, es geht im Ultralaufen darum, Grenzen zu verschieben und dann wirklich versuchen, Sachen zu machen, die andere für unmöglich halten. Und ich habe halt viele Läufe gemacht, viele Marathons gelaufen, viele Ultramarathons, die Ruhr runter, rund um West-Berlin und habe das immer wieder wiederholt und habe gesehen, dass ich da sehr gut bin und habe halt gesehen, dass in den Zeitschriften waren natürlich auch immer viele Artikel über Badwater, habe da viel gelesen über diesen Wüstenläufer, der Jens Witzel, der hat halt da immer ein Buch drüber geschrieben und da habe ich halt vor Jahren schon von geträumt, habe mir das mal nicht zugetraut, habe mir wirklich gesagt, da bist du nicht stark genug für und habe dann über Jahre mit mir gehadert und habe gedacht, nee, kannst du nicht, aber letztendlich über die Jahre hat sich das bei mir manifestiert, dass ich gedacht habe, Mensch, du hast jetzt diese Tourture de Ruhr, was der längste Lauf ist in Deutschland, die habe ich sechsmal gefinisht, bin damit der einzige Mann auf der ganzen Welt, der den sechsmal gefinisht hat und da hatte ich natürlich dann auch das Selbstbewusstsein und das Standing, um mich da ranzuwagen und habe das dann auch vom Selbstbewusstsein dann umgesetzt und dann auch wirklich mich beworben, hatte von dem Jens auch eine Empfehlung schreiben und hatte eben auch mit fünfmal Tourture einmal die Kies runter, ich bin einmal von Kielago bis nach Kiewest, im Mai, also weil im Mai ist es ja, diese ganze Brücke da, wo man von Insel zu Insel und das habe ich gemacht, aber nicht, wenn es schön ist, im Winter, dann sind ja die ganzen Rentner da, im Mai, da ist es dann besonders warm, da bin ich dann quasi da runter gelaufen, auch bei 45 Grad.Also über die Alligatoren sozusagen? Ja, die waren zum Teil auch so, da saßen dann Leute am Rand und haben da gefischt und geangelt und holten dann so einen Alligator raus oder so einen kleinen Hai, aber den habe ich halt damals unsupported gemacht, also ohne Hilfe und das war jetzt quasi wahrscheinlich mit der Unterschied, weil das ist halt einer der Qualifikationsläufe für Badwater. Tourture ist ein Lauf, der mit zählt zur Qualifikation, aber Kies 100, den habe ich 2019 gemacht, der zählte auch und damit hatte ich halt natürlich in meinem Lebenslauf einiges drin, was viele der Amerikaner nicht haben. Die haben halt dann 100 Meilen gemacht, aber nicht 200 Kilometer.Das ist nochmal was ganz anderes. Das ist ja auch krass, du musst dich dafür bewerben, dich total fertig zu machen. Nein, aber es ist natürlich auch einen Sinn dahinter, weil der Veranstalter möchte natürlich das Rennen am Leben halten und möchte nicht, dass da Menschen zu Schaden kommen und bisher ist noch nie einer zu Schaden gekommen.Das liegt auch daran, dass da wirklich nur die Besten der Besten ausgewählt werden und da starten dürfen. Da dürfen halt nicht jemand, der jetzt zwei, drei Marathons gelaufen ist, der darf da nicht hin. Es ist muss, man muss halt wirklich 500 Meiler gelaufen sein in den letzten fünf Jahren.Also es ist halt wirklich, dass man, wenn man nicht im letzten Jahr einen 100 Meiler gelaufen ist, darf man gar nicht sich bewerben, dann hat man gar keine Chance und ist auch für dich auch total sinnvoll. Ich bin auch ganz ehrlich, als du mir das erzählt hast, habe ich gedacht, ich hoffe, du überlebst das. Der Gedanke kommt voll automatisch, weil durch diese Temperaturen.Jetzt habe ich, du hast gerade erzählt, du hast total die Ruhe gemacht, du hast den Mauerlauf jetzt elfmal gemacht und gab es auch mal einen Lauf, wo du festgestellt hast, das kannst du nicht? Genau, ein anderer Lauf, der auch historisch seit Jahrzehnten in der Ultraszene was ganz Besonderes ist, der Spartathlon. Das ist, der startet in Athen, direkt an der Akropolis und der geht halt direkt aus Athen raus Richtung Sparta an der Straße lang und 245 Kilometer, auch extreme Höhenmeter und man muss super, super schnell sein, hat am Ende nur 36 Stunden Zeit, hat halt schon gute Verpflegung, irgendwie 73 Verpflegungspunkte, aber unsupported. Also man hat, darf halt nur an bestimmten Punkten dürfen Leute sein und ich habe das halt dreimal versucht, 2016, 17 und 18 und mit dreimal gescheitert und da habe ich dann 2018 für mich den Schlussstich gezogen, habe gesagt, nee Matthias, da bist du, das tut dir nicht gut, du schaffst das nicht, du bist nicht schnell genug, weil ich bin halt ein guter Ausdauerläufer, aber ich bin halt nicht so ein super, super schneller Läufer.Ich bin halt, wenn ich dann gerade jetzt, auch beim Badwater, als ich losgelaufen bin, war ich nicht schnell. Ich bin halt hinten raus, so langsam ins Rennen gekommen und habe dann noch viel überholt, aber schnell war ich vielleicht bei Kilometer 80 oder so, aber nicht die ersten 60, 70 Kilometer, da war ich nicht, war ich sehr langsam. Das finde ich nochmal ganz spannend jetzt, wenn du also diesen Spartathlon hast du gesagt, wahrscheinlich ist das auch der Urmarathon da, ne? Ja, ja, der Urmarathon war ja von Marathon nach Athen, diese 42 Kilometer so circa, aber dieser Fadipides, dieser Botenläufer, der ist halt auch dann nach Sparta gelaufen und hat dann gesagt, hier, die greifen an.Und ist zusammengebrochen. Nein, der ist ja wieder zurückgelaufen. Der ist dann wieder zurückgelaufen nach Athen und hat dann gesagt, nee, die Spartaner, die kommen, wenn sie Zeit haben, die feiern erst noch ein bisschen.Aber was ich stark finde, ist, dass du sagst, okay, nee, das schaffe ich nicht. Und dann kam als Ziel Badwater in den Blick wahrscheinlich, das schaffe ich. Nach 2018 habe ich Badwater auch abgeschrieben.Da hatte ich auch gedacht, nein, das ist auch sehr hart. Mir war nicht klar, dass diese 48 Stunden und mit dem Team, das ist halt, weil ich bin halt ein Teamplayer. Ich bin halt jemand, der im Team stark ist und wenn er dann Leute hinter sich weist und weiß, jetzt in ein, zwei Kilometern sind wieder Leute, dann kann ich halt ganz anders agieren.Dann bin ich halt wirklich stark und dann freue ich mich und es ist halt ganz anders. Also ich bin ganz anders aufgestellt und darum habe ich auch bei den Läufen jetzt hier Toto de Rua und Mauerlauf, wo ich dann meine Leute an der Seite habe, da bin ich halt stark und da bin ich halt ein ganz anderer Läufer und darum kommt mir das zugute. Und Badwater war jetzt auch gut und meine Leute, die haben mich so super supportet und ich bin halt extrem dankbar.Wir hatten wirklich anderthalb schöne Wochen, haben ganz, ganz viel erlebt und das hat uns halt richtig eng zusammengeschweißt. Ja, die Gruppe hat auch mitgelebt und hat da mit gefiebert mit mir und es ist einmalig. Das ist halt, da werde ich mein Leben lang von zähren.Also das ist halt wirklich so viel Glück, da müssen andere wirklich jahrelang für kämpfen und ich habe das dann in 42 Stunden, 45 Minuten geschafft, einmal so das Glück mir zu erarbeiten. Ja, ich kann mich noch daran erinnern, im ersten Podcast hast du einen Satz gesagt, das hieß, ich genieße das Glück, was ich mir erlaufe. Ich stelle mir gerade so diese Frage, du stehst jetzt da, du kommst jetzt zu diesem dem Lauf deines Lebens und du stehst am Start.Wie fühlt sich das an? Wahnsinn, es ist einfach nur Glück. Jetzt wusste ich, dass es losgeht und dass jetzt klar 40 bis 45 Stunden Leiden vor mir sind, aber ich wusste halt, ich bin gut vorbereitet und ich habe mich halt schon die ganze Zeit auf die letzten Meter gefreut, weil das ist halt das, wo ich darauf hinarbeite. Das Vorjahr ist alles, das ist dann laufen, das kann ich, aber diese letzten Meter, wo man dann wirklich zum Ziel läuft und dann habe ich halt dann so mein Mantra, so sehen Sieger aus, das rufe ich dann immer und singe und fange dann an zu weinen und das ist halt immer so, für mich halt quasi, dann ist der Programmierer, der ist der Computer, der Körper programmiert auf Glück und das ist halt für mich, dann sind ja die Momente, wo ich dann wirklich absolutes Glück empfinde.Das war auch 2023 war ich beim Comrades in Südafrika, das ist auch so ein ganz, ganz historischer Lauf, der schon über 99 Mal stattgefunden hat, von Pietermaritzburg nach Dörben und jedes Jahr wechselt er einmal hin, einmal zurück und ich bin halt von Pietermaritzburg runtergelaufen nach Dörben und da schrieb da meine Freundin damals, Matthias, denk dran, so sehen Sieger aus und da waren die Tränen da und dann bin ich halt wirklich die letzten Kilometer dann wirklich die Arme hoch und habe Videos gemacht und war so glücklich. Es gibt ja auch hier dieses Video mit so sehen Sieger aus und was ich sehr beeindruckend fand, ist, dass du noch mit Leichtigkeit, bisschen wie eine Gazelle, da hüpfst und mit deinen Armen nach oben und dabei noch singen kannst, also war wirklich beeindruckend. Ich fand einen Moment in dieser, in der WhatsApp-Gruppe fand ich sehr beeindruckend und da kam so eine Nachricht, den ersten Marathon habe ich jetzt nur noch vier.Da wusste ich, ich breche zusammen, gerade bei diesen Temperaturen. Ich bin ja selbst auch mal eingelaufen vor vielen, vielen Jahren und ich weiß, was es ist und ich war nicht gut trainiert, deswegen, aber ich bin durchgekommen, aber das war schon echt eine harte Nummer und jetzt nur noch vier. Deswegen hattest du meine tiefste Hochachtung.Wie ist denn das jetzt? Jetzt sagst du am Anfang, ich bin ganz euphorisch und voller Glück. Das kann ja nicht 46 Stunden bleiben. Was passiert denn? Wie geht es dir emotional auf dieser Reise eigentlich? Ich bin halt wirklich in den Vlogern gut reingekommen, habe da mein Rennen gemacht, bin wirklich am Ende des Feldes, habe ich mich einsortiert.Es sind halt um 8 Uhr, um 9 Uhr und um 10 Uhr sind jeweils so 33 Leute gestartet und ich war halt in der zweiten Gruppe. Da hat dann eine die Nationalhymne gesungen und dann ging es los und ich habe mich gleich hinten eingesortiert, war wirklich relativ langsam, aber habe gut getrunken, gegessen und bin wirklich ganz gemütlich durch die Nacht durchgekommen und habe mich gut gefühlt, nur die Beine waren halt nicht sehr schnell. Irgendwie hat das sehr, sehr lange gedauert, bis ich so richtig ins Rennen gekommen bin, aber das ist halt beim Ultralaufen nicht so entscheidend, weil da hat man genug Zeit und die Cut-Offs, also die Zeiten, wo man dann im schlimmsten Fall disqualifiziert wurde, die waren halt auch sehr weit, dass ich halt genug Zeit hatte, als ich dann bei Kilometer 67 bei unserem Hotel angekommen bin.Da haben dann zwei von meinen vier Leuten im Hotel übernachtet, damit dann quasi zwei am Start sind, mit mich von Anfang an begleiten und zwei kommen dann frisch, quasi zehn Stunden später dazu. Da habe ich dann geduscht, habe quasi das erste Mal Klamotten gewechselt und dann Sonnencreme aufgetragen, weil dann ging ja dann die Sonne auf. Wir sind abends gestartet und dann bin ich dann quasi das erste Mal den Berg hoch, weil wir sind ja bei minus 85 gestartet, wie du gesagt hast, und dann bei 67 ging dann bei Stovepipe Wells das erste Mal das Steigen los, wo dann so eine ganz langgezogene Gerade, da ging es dann 1200 Meter hoch und am Ende auch so Serpentinen und da habe ich schon ein bisschen kämpfen müssen, da wurde es auch langsam warm, aber ging alles noch.Das war so 35, 40 Grad, das ist alles im Rahmen gewesen, aber da habe ich schon gemerkt, ich hatte ja viel mit experimentiert, mit Material. Dann haben dann meine Leute, die sind dann immer zwei Kilometer vorgefahren, einer ist aus dem Auto rüber auf die andere Straßenseite, ich musste immer links gegen den Verkehr laufen und da ist dann einer rübergekommen, hat mich nass gespritzt, mir ein neues Wasser gegeben, Gel und was ich brauchte. Die haben immer dafür gesorgt, dass ich auch genug esse, Kartoffeln, Babybell oder ein bisschen hartgekochtes Ei, aber die haben da schon gut auf mich aufgepasst und da beim Nassspritzen habe ich gemerkt, ich hatte wasserdichte Socken, die dann quasi, also keine wasserdichten Schuhe, sondern die Socken sind wasserdicht und dass da dann kein Wasser in die Schuhe reinkommt und man dann nasse Füße kriegt und dadurch dann aus dem Rennen, weil wenn die Füße nass sind, dann quellen die auf und dann löst sich die Haut und dann kriegt man Blasen und dann ist das Rennen ganz schnell vorbei und da habe ich halt oben am Berg, als dann der Cut-Off war, bei 2000 Fuß Höhe, also da war dann der erste Cut-Off, wo man hätte rausfliegen können, da bin ich halt locker durch und da habe ich dann gesagt, oh die Füße sind nass, einmal gewechselt, einfach nur andere, die wasserdichten Socken haben nicht gehalten, da habe ich dann andere genommen und war dann wirklich eben von da an wieder mit den frischen Socken auch, dass die Füße sich gut angefühlt haben, da ging es dann runter und da bin ich dann wirklich so ins Rennen gekommen, da bin ich das erste Mal, wahrscheinlich das einzige Mal in dem Rennen richtig gerannt, dann ging es dann bergrunter und ich konnte schön die Beine fliegen lassen, bin da in 6 Minuten, 6 Minuten 30er Tempo, was, wenn man sich so ein bisschen auskennt, schon relativ flott ist, also 10 kmh, das ist schon so, für einen Sprinter ist das nichts, aber das, wenn man schon, für Langstrecke definitiv, ja, wenn man 100 Kilometer schon in den Beinen hatte, 6, 6,30 schon gut, da habe ich dann den Wiederholungstäter, da ist ein Amerikaner, der war 17 Mal, war der schon da, bei seinem 18 Mal habe ich ihn dann überholt, haben wir kurz gequatscht, dann hat er erzählt, ein Deutscher, ich kenne den Jens und dann hat er gesagt, ja, der Jens, der war ja vor ein paar Jahren, da habe ich gesagt, ja klar, der hat mir auch Empfehlungsschreiben geschrieben, ist ein super Typ, der macht immer die Tortur der Ruhr und haben wir kurz uns ausgetauscht und dann bin ich weitergerannt und war dann letztendlich auch ein, zwei Stunden vor ihm, aber er hat es auch geschafft und er war ein super Typ und da lief es halt super gut.Konntest du eigentlich schlafen zwischendrin und wie lange? Genau, also nach diesem Stück, wo es dann so runter ging und ich sehr schnell war, da kam dann das erste Mal die Gluthölle, wo dann geradeaus durch so ein Tal, hinten sah ich das Ziel, wo wir hinwollten, Panamint Springs und da ging es halt geradeaus und da wurde es von Stunde zu Stunde immer heißer, heißer, heißer und dass ich am Ende bei 49 Grad dann da durch diese Gluthölle laufen musste und da habe ich halt gemerkt, oh jetzt wirst du aber langsam müde, weil das waren ja dann auch schon, ja wir waren ja montags früh aus dem Hotel ausgecheckt und waren dann Richtung Ziel gefahren, hatten da in Stovepipe Wells nochmal eine anderthalb Stunden geschlafen, aber 21 Uhr war Start und letztendlich war dann am Nachmittag, 16 Uhr, war ich dann schon müde, da war ich dann in Panamint Springs und habe mich dann da in eins der Hotelbetten, da waren halt extra für uns Läufer, alle Zimmer waren angemietet und da konnten wir duschen und uns hinlegen und da habe ich mich einfach nur hingelegt, Augen zu und 20 Minuten Ohrstöpsel rein, 20 Minuten geschlafen und das hat mir persönlich gut getan, meiner Körpertemperatur hat das nicht gut getan, weil ich hatte vorher 36,5, das gehört halt auch mit zu dem Rennen, dass das Team aufpasst, dass man nicht überhitzt, ich hatte halt vorher 36,5, nach dem Schlafen hatte ich 39,5. Oh verdammt. Da haben wir auch gedacht, was ist jetzt los, ich habe mich gut gefühlt, ich war ja 20 Minuten geschlafen, war jetzt so von alleine aufgewacht, also war jetzt nicht so eine richtig Tiefschlafphase gekommen und fühlte mich ganz gut und dann haben wir gesagt, okay wir gehen das Risiko ein, es geht weiter, schön so ein Halstuch mit Eiswürfeln um den Hals rum, Eis oben unter die Mütze, viel trinken, viel nass machen, immer die Ärmel, langärmelig hatte ich gehabt, so ein weißes Hemd und da dann immer Wasser, kaltes Wasser runterlaufen lassen an den Armen, das kühlt den Körper runter und tut dann richtig, richtig gut.Das habe ich in Saudi-Arabien getestet, das hat sich bewährt und da habe ich halt wirklich gute Erfahrungen mitgemacht und Thomas, mein langjähriger Laufkumpel, hat mich dann hochgebegleitet nach Stovepipe Wells, da ging es halt wirklich Serpentine hoch, hoch, hoch und wir haben halt gedacht, wann geht das endlich zu Ende, es wäre wirklich eine Kurve nach der anderen, da haben wir nur gedacht, wann kommt denn endlich jetzt hier, nee nicht Stovepipe, nach Father Crowley, Father Crowley ist dann quasi der Punkt, der höchste Punkt, da wurde damals bei Top Gun diese Szenen in diesem Tal, das wurde da gedreht, und da standen dann meine Leute oben, da habe ich mich kurz auf so einen Camping-Sessel, da habe ich mich kurz hingesetzt, was getrunken, da waren noch ganz viele andere Teams und von da bin ich dann wieder in die Nacht rein runtergelaufen und das war halt wirklich so, dann wirklich meditativ, dann in die Nacht rein, man sah halt rechts, ich bin dann immer links gegen den Verkehr gelaufen, weil es kamen ja keine Autos mehr, es war halt in der Nacht, war wirklich alles ruhig und rechts sah ich nur immer die blinkenden Rücklichter von den ganzen anderen Teams vor mir, weil die mussten halt nachts immer, wenn sie standen, immer das Licht ausschalten und man sah halt nur das Warnblicklicht, das rote und ich war halt auch so halb im Delirium, so am Halluzinieren und guckte immer nur auf die weiße Linie und habe da irgendwelche Figuren gesehen und bin gelaufen, gelaufen, gelaufen, bis ich dann irgendwann gesagt habe, jetzt geht nicht mehr, habe dann meinen Leuten gesagt, jetzt Isomatte auf, habe mich hingelegt, Arme so seitlich zur Seite ausgebreitet und bin so eingeschlafen, auf dem Rücken liegend, eine halbe Stunde geschlafen und das waren halt die zwei Übernachtungsmöglichkeiten, die ich hatte in dem Rennen, einmal 20 Minuten im Hotelbett und einmal 30 Minuten auf der Isomatte, auf der Straße. Auf der Straße, also neben der Straße, auf dem Schotter, aber es war, die Isomatte war sehr bequem, also das hätte ich auch nicht gedacht, aber die war gut, also die habe ich auch mit nach Hause genommen, die hat mir sehr gefallen. Klar, aber so in der ganzen Zeit des ganzen Laufes mit über 40 Stunden, eine Stunde im Grunde, wo du sagst, okay, klar, das ist ja Wahnsinn.Okay, jetzt was mich natürlich interessiert ist, wann wusstest du, dass du es schaffst? Von Anfang an. Ja? Ja. Krass, also ich habe nie gezweifelt, ich habe immer gewusst, ich schaffe das, ich bin immer gut, habe mich wohlgefühlt und war halt gut vorbereitet, keine Schmerzen, die Füße haben gehalten, ich habe keine Blase gehabt, also wirklich keine Druckstellen, gar nichts, ich war extra, wir sind ja montagsabends gestartet, ich war samstags noch zur Fußpflege, habe einmal schön wirklich, einmal komplett Paket, schön mit Gurkenmaske und allem Schnickschnack und das, aber das ist halt was anderes.Gurkenmaske auf die Füße aber, ja? Ja, ja natürlich, man macht halt alles, was hilft, da anzukommen und gerade diese Schwielen und diese dicken Hornhautschichten, die können einem dann das Genick brechen, weil wenn man da drunter eine dicke Blase kriegt, das kann halt richtig schwierig werden. Ja, also das Rezept für die Gurkenmaske mit den Füßen, da klingen wir ja in die Shownotes rein, das wird alle interessieren. Ich habe auch nur gesessen da auf dem Schemel und sie fragte mich, ja, which of, nicht so, ja, this one.Cucumber. Ja, Cucumber. Und dann hat sie halt, um die Waden hat sie die gemacht, nicht um die Füße, also Wadenwickel mit Gurkenscheiben, aber es hat richtig gut getan und das geht ja darum, dass die Füße sich wohlfühlen und das hat halt bis zum Ende des Rennens gehalten.Ich habe halt bei Kilometer 200, habe ich dann noch mal gewechselt von den wasserdichten Socken auf dünne Kompressionssocken, die jetzt dann einfach so ein bisschen mehr Stützung haben und nicht ganz so dick sind, weil die wasserdichten Socken, die sind halt schon so anderthalb Millimeter dick und das, die Füße werden ja schon, schwellen ein bisschen an und dadurch hatte ich ein bisschen mehr Luft in den Füßen, in den Schuhen und konnte dadurch halt den Berg hochlaufen und hatte halt wirklich keine Druckstellen, keine Schmerzen. Das ist das Entscheidende, dass man halt hochkommt, auch wenn man am Ende langsam ist, aber man bewegt sich und kommt voran. Super, also ich sehe schon, wir haben ja mega Tipps für Läufer, also aus der Erfahrung, die du hast, weil das ist einfach toll, an was muss ich eigentlich denken? Großartig.Ich habe das Video gesehen, so sehen Sieger aus, als du dann da leichtfüßig hochkommst. Wie war der Moment für dich einfach? Ich habe dieses Bild gesehen, du kommst durch diese, da ist ja so diese deutsche Barriere fast da und wie kamst du ins Ziel rein? Wie war das? Also die letzten Meter waren auch nochmal ganz kurvig und ich dachte immer, wann kommt jetzt endlich diese Bäume? Das war halt so, zwischen zwei Bäumen hatten sie so eine Ziellinie gespannt, also so ein Band, wo dann ein Wertwort da drauf stand und was sie dann für jeden Läufer einzeln immer hingehalten haben und ja, dann habe ich das dann letztendlich gesehen, habe die Arme hochgerissen und gejubelt und mich gefreut und bin dann zusammen mit meinem ganzen Team da quasi im Schlepptau dann ins Ziel gelaufen und nein, alle waren glücklich und ich habe geweint und habe die Ziellinie geküsst und war halt einfach Glück pur. Das ist halt wirklich unvorstellbar, wo man sein ganzes Leben lang quasi hingearbeitet hat, das zu erreichen und das zu schaffen, weil das ist halt wirklich unvorstellbares Glück.Jetzt kommen wir, wir sind ja im Emotionen Podcast, Globe of Emotions, du selbst warst ja schon sogar im Globe of Emotions Seminar bei mir, was wir bei Abartho gemacht haben, voll cool und es gibt die eine Emotion, das ist die Emotion des Ankommens und das ist die Freude. Also da ist natürlich das Glück da drin und das ist so ein Moment, wo du sagst, okay, jetzt bin ich da, wo ich wirklich sein will und sein wollte. Wenn man auf die Gruppe geguckt hat, fand ich ganz interessant, die haben alle gesagt, und was machst du jetzt und wie geht es jetzt weiter und so weiter und ich hatte in diesem Moment aber dieses Gefühl, lass Matthias mal sein.Einfach so diesen Moment zu sagen, die Freude ist der Moment, wo ich da sein kann, wo ich gerade sein will und ich will da gar nicht weg. Es ist so, das ist halt, da habe ich mein Leben lang darauf hingearbeitet und da bin ich jetzt und da bin ich einer von ganz, ganz wenigen, das ist halt so eine besondere Ehre und da bin ich so stolz und das tut mir einfach nur gut und das genieße ich und darum habe ich auch gesagt, ich werde das nicht nochmal machen, weil das nächste Mal kann halt nur schlechter werden. Es war einfach diese 42 Stunden, 45 Minuten, das war der Moment in meinem Leben, wo ich wirklich abgeliefert habe und dann so viel Glück hatte und wirklich von Anfang an quasi alles richtig gemacht habe und nur glücklich war.Ja, das ist total, also wenn ich dich jetzt so wahrnehme, ich sehe auch so dieses Funkeln und deine Augen, das ist so richtig, das ist tiefe, tiefe Emotion, dass du das wirklich, wirklich geschafft hast. Total, total großartig. Das heißt ja nicht, dass du nicht weiterläufst, aber es ist natürlich so.Das ist ja ein spannendes Bild. Jetzt habe ich mir, gerade wenn wir ins Coaching gucken, gibt es eine ganz gute Frage. Ich sage, ich habe dieses Ziel vor Augen und ich tue alles, um dieses Ziel zu erreichen und jetzt bin ich angekommen.Und wenn ich dann dieses Gefühl habe, was du jetzt zeigst, dann sagt dieses Coaching-Konzept, dann hast du das richtige Ziel gewählt. Oder aber du sagst, ja ich bin jetzt angekommen und jetzt gucken, was mache ich als nächstes. So dieses, das ist so dieses, ich werde nie satt mit dem Ding.Und das sehe ich bei dir gar nicht. Nein, ich bin am Ziel meiner Träume und das ist halt jetzt, alles was jetzt kommt, ist nur Bonus und das ist halt alles Belohnung. Also ich werde jetzt in drei Wochen den Mauerlauf machen zum 12.Mal und da weiß ich, dass ich da das genießen werde. Das sind 100 Meilen, also 35 Meilen weniger als in Badwater und da kenne ich jeden Stein und das ist einfach nur schön. Das ist halt deutsche Geschichte erlaufen und das ist für mich halt ganz, ganz wichtig und ein ganz, ganz toller Lauf und das werde ich einfach nur genießen.So, wann ist der Lauf? Am 16. August. Am Samstag um 6 Uhr morgens ist Start und es ist auch das gleiche Stadion, was mir viel Glück gebracht hat, wo ich auch meine Bestzeit gelaufen bin, 2016.Aber ich glaube nicht, dass ich eine Bestzeit laufen kann. Also da müsste schon viel, viel zusammenkommen, aber das muss auch nicht sein. Ich möchte unter 24 Stunden bleiben und das genießen und viele nette Leute treffen und ja, das wird bestimmt schön.Ja klar und das 12. Mal ist ja auch, da gibt es glaube ich auch nicht viele, die das so häufig haben, oder? Ne, da ist nur der Kai Giese, der hat einmal mehr, der hat 13 und ich bin dann quasi dann direkt dahinter mit 12 und dann kommen welche mit jetzt, die dann das 11. Mal da dabei sind, aber ich bin halt wirklich der Zweitbeste.Aber schön, aber wirklich, wirklich toll. Das habe ich, du hast ja vorhin diese Schnalle von Badwater gezeigt. Also wir werden die ja auch mit in die, sozusagen reinnehmen in die Shownotes oder auch mit posten.Was steht hinten drauf? Auf Lateinisch steht da Detour Digniori. Das ist halt für die, die es würdig sind. Die es würdig sind.Also einfach ganz, ganz, mein aller tiefsten Glückwunsch zu dem, was du da geschafft hast. Das ist echt irre und ich freue mich, wir kennen uns jetzt ja schon einigermaßen lang und ich konnte das so ein bisschen mitkriegen, diesen Weg auch dahin. Bin ich sehr dankbar dafür, dass ich das mitbekommen durfte.Wenn du jetzt mal eine Empfehlung aussprechen würdest und würdest sagen, es gibt es ja viele Menschen, die lieben Laufen. Wie gelingt es, da hinzukommen? Wenn man sich das jetzt vornehmen würde und sagen würde, ich bin da so inspirierend, ich möchte auch sowas, muss nicht der Lauf sein, aber einfach zu sagen, auch diese großen Strecken zu machen. Was würdest du denen empfehlen? Was müssen sie tun? Einfach geduldig bleiben.Also das ist halt meine Stärke, die Geduld. Dass man einfach dem Körper genug Zeit gibt und nicht ungeduldig wird und sagt, ich muss jetzt innerhalb von kürzester Zeit dahin, sondern einfach geduldig bleiben, langsam laufen und wenn man langsam läuft, kann man alles erreichen. Also man muss halt nicht in 6 Minuten oder 5,30 Minuten durchhetzen, man kann auch 7 oder 7,30 Minuten und ist dann trotzdem am Ziel und schafft alles.Und das ist halt meine Stärke, dass ich einfach mir das Rennen gut einteilen kann und zum Teil hinten raus dann noch flott laufe, wo andere dann schon gehen. Und das ist halt der Unterschied. Man muss halt einfach nicht alle Karten sofort auf den Tisch legen und ich denke, das ist halt der Fehler, den viele machen.Dass sie einfach denken, sie müssten, wer weiß wie schnell sein und sie müssten alles laufen, man kann eben auch mal ein paar Meter gehen. Und was du gesagt hast, Geduld haben, das finde ich total schön. Du hast es vorhin gesagt, wie alt bist du jetzt? Ich bin jetzt 55.Du hast es im Alter von 55 Jahren geschafft und wie lange hast du darauf hingelaufen, was würdest du sagen? Mein ganzes Leben, aber vor 35 Jahren habe ich angefangen und bin halt vor 24 Jahren den ersten Marathon gelaufen, hab mich langsam gesteigert. Von Marathon auf 50, also von 2001 direkt zwei Marathons und dann 50 Kilometer und hab dann gesehen, es geht weiter, weiter, weiter. Dann 2008 zum ersten Mal die über 24 Stunden, die 126 Kilometer und dann 2010 das erste Mal über 100 Kilometer auf der Strecke.Nach und nach bin ich immer weiter und hab halt gesehen, Grenzen kann man verschieben und bin halt glücklich geblieben, hab keine schlimmen Verletzungen, mach halt auch sehr, sehr viel Stabil- und Krafttraining in meinen Fitnesskursen und da profitiere ich halt auch von. Da haben wir halt wirklich dieses instabile Training auf einem Bein und so, das mache ich halt immer wieder und das kommt halt mir zugute, das kommt meinen Teilnehmern zugute und darum bin ich halt wahrscheinlich so ein guter, gesunder Läufer, weil ich halt seit Jahren, seit 22 Jahren Fitnesskurse gebe. Mein ältester Teilnehmer, ich mache nur noch online, der ist 85 und der genießt das einfach.Der ist einfach immer dabei, voll mental und wirklich dabei und freut sich, der war auch in der Gruppe drin und hat auch viel gepostet und es ist halt einfach schön zu sehen, was möglich ist, wenn man aktiv im Kopf und im Geiste und auch körperlich, da kann man eben auch mit 85 dann noch Gas geben. Also der macht auch das, wenn ich da dreimal Planking mache, macht der alles mit. Ja das ist, ich finde das ist eine ganz tolle Nachricht, du hast das jetzt mit 55 Jahren geschafft, was ja, wo viele sagen, kann man sich in dem Alter das vorstellen? Gar kein Problem, das ist ganz groß und wir haben auch bei Badwater ja einen Teilnehmer gehabt, der war 80.Der kam zwei, zweieinhalb Stunden hinter mir ins Ziel und der hat jetzt die neue Altersklasse aufgemacht mit 80. Also das ist der erste Mensch, der den Badwater-Lauf mit 80 Jahren geschafft hat und das ist irre. Also das ist auch ein Urgestein, das ist der Veranstalter von dem Keys100, also der in Florida, das ist der Veranstalter und den habe ich auch getroffen, habe gesagt, du, dein Rennen in Florida, das ist auch ein richtig hartes Rennen, vielleicht sogar manchmal härter als Badwater, habe ich gesagt.Also das sagt das nicht weiter. Super, aber deswegen, wenn ich jetzt an euch beide denke, dann schließen wir den Podcast heute mit dem Satz, so sehen Sieger aus. So sehen Sieger aus, danke.Toll, dass du da warst, Matthias, ganz, ganz, ganz herzlichen Glückwunsch und ich freue mich echt, dass ich Teil davon sein durfte und jetzt mal gucken, wie es weitergeht. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid, wir freuen uns auf euer Feedback auf www.3m-podcast.de Und sollte es Themen geben, die euch so sehr interessieren, dass ihr sagt, könnt ihr die nicht mal in eurem Podcast diskutieren, schreibt uns eine Mail an info at 3m-podcast.de und wir sehen uns beim nächsten Mal.
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