3 Männer Podcast
3 Männer Podcast
Der etwas andere Podcast über Emotionen und Dinge, die nicht nur die drei Männer (Dr. Holger Liekefett, Christoph Theile und Christian Sega) im Alltag bewegen.
Hintergründig, mit Tiefgang und doch auch locker und lustig werden spanende Phänomene und Erlebnisse im Alltag rund um unsere Emotionen und Gefühle diskutiert, mit Fakten und erlebten Beobachtungen unterlegt sowie interessante Gäste zu ihrer Meinung und Einschätzung befragt.
Der 3-Männer Podcast klärt auf, analysiert und hinterfragt die „stereotypischen Klischees“ im täglichen Umgang mit unseren Emotionen. Er hilft uns, auf eine ganz andere Art, Emotionen zu erkennen, diese besser zu verstehen oder sie gezielt aktivieren und mit ihnen in jeder Lebenslage souverän umzugehen zu können.
Schreibt uns gern Euer Feedback oder sendet uns spannende Themen, die Euch interessieren: info@3m-podcast.de
3 Männer Podcast
#49 Die stille Epidemie - verbunden aber allein
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Shownotes: 3 Männer Podcast – Folge 49
Titel: Die stille Epidemie – Verbunden, aber allein
Beschreibung:50 Prozent der Menschen fühlen sich regelmäßig einsam – und das generationenübergreifend. In dieser Folge widmen sich Christoph, Holger und Christian einem Phänomen, das uns alle betrifft: das "Digital Paradox". Wir sind durch Social Media und ständige Erreichbarkeit scheinbar vernetzter denn je, doch gleichzeitig wächst die innere Isolation.
Warum ist Social Media wie "Fast Food für Beziehungen"? Wieso fällt es uns zunehmend schwerer, echte Konflikte auszutragen, und warum suchen immer mehr Menschen Trost bei Künstlicher Intelligenz statt bei echten Freunden?
Die drei Männer beleuchten die erschreckenden Zahlen der aktuellen Jugend-Trendstudie 2026, diskutieren die Auswirkungen von fehlendem Widerstand in der Kommunikation und ordnen das Gefühl der Einsamkeit über den Globe of Emotions® ein (von der Trauer bis zum Erstaunen).
Außerdem gibt es ganz konkrete Tipps, wie wir wieder echte, analoge Räume schaffen und wahre Verbundenheit leben können – angefangen beim bewussten Weglegen des Smartphones.
In dieser Folge erfährst du:
•Warum 50% der Menschen sich einsam fühlen und was das "Digital Paradox" damit zu tun hat.
•Wieso Social Media oft nur Beziehungen simuliert und echte Nähe verhindert.
•Welche Rolle Künstliche Intelligenz als "neuer bester Freund" spielt und warum uns der fehlende Widerstand schadet.
•Wie Einsamkeit und Trauer im Globe of Emotions® zusammenhängen und wie wir den Weg ins "Erstaunen" und ins Handeln finden.
•Warum Karriere oft einsam macht und psychologische Sicherheit in der Führung so wichtig ist.
•Praktische Tipps für mehr analoge Quality-Time und echte Resonanz in Freundschaften.
Zitate aus der Folge:
•"Social Media ist wie Fast Food für Beziehungen."
•"Wir simulieren menschliche Beziehungen."
•"Früher war Einsamkeit: Niemand da. Heute ist Einsamkeit: Alle sind da, aber niemand ist wirklich da."
•"Der Konflikt hat ja nicht zum Zweck, dass ich gewinnen will. Der Konflikt dient dem Austausch von Meinungen."
Erwähnte Studien & Links:
•Jugend-Trendstudie 2026 (Simon Schnetzer)
Globe of Emotions®: www.globe-of-emotions.com
Kontakt & Feedback:Wir freuen uns auf dein Feedback! Welche Themen sollen wir im Podcast diskutieren?Schreib uns eine Mail an: info@3m-podcast.deBesuche unsere Webseite: www.3m-podcast.de
Bleibt analog und verbunden!
Euer Christoph, Holger und Christian
Weitere Informationen über uns findest du...
Dr. Holger Liekefett =>LinkedIn
Christoph Theile => LinkedIn
Christian Sega => LinkedIn
oder schaue auch gern auf www.eqting.com und www.globe-of-emotions.com und finde viele weitere Informationen rund um das Thema Emotionen
Das Buch zum Thema Emotionen mit dem Globe of Emotions: "Denken wir noch oder fühlen wir schon" von Christoph Theile und Nadja Kahn
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50% der Menschen generationenübergreifend fühlen sich aktuell regelmäßig einsam. 50%, also jeder zweite.
SPEAKER_01Also ich muss mal an meine eigene Familie denken. Wir sagen immer, ja, und dann bin ich mit meiner Tochter da und dahin gefahren, dann hatten wir wieder Quality Time. Aber das war analoge Quality Time. Ja.
SPEAKER_02Gehen wir da ganz kurz rein, kannst du für KI oder Social Media beides nehmen. Social Media ist wie Fast Food für Beziehungen.
SPEAKER_01Herzlich willkommen zum Drei Männer-Podcast.
SPEAKER_03Der Podcast über Emotionen und Dinge, die uns bewegen.
SPEAKER_00Immer mit dabei Christoph Teile, Holger Lickefett und Christian Seger. Und häufig spannende Gäste. Einen wunderschönen guten Tag. Dann sind wir wieder. Hat euch zum Laden angeregt. Ich verstehe gar nicht warum. Guten Tag. Guten Tag. Hallo Christian. Es fehlt aber noch was. Es fehlt noch das. Moin. Was fehlt noch mit Moin und liebe Lieben da draußen.
SPEAKER_03Da draußen im ETA zu einer neuen Folge des Drei Männer-Podcasts.
SPEAKER_02Yes, aus dem Studio am Stadtteil hier.
SPEAKER_00Heute wieder im Studio. Der Christoph und der Holger. Und ich selbst als Christian. Der Christian, genau. Wunderbar. Wunderbar. The Christian.
SPEAKER_03Wir haben uns überlegt, dass wir heute etwas behandeln wollen, was durchaus ein bisschen ernster ist. Und dennoch ein Phänomen, was uns beschäftigt. Und deshalb steigen wir direkt ein in den Titel dieser Folge. Die stille Epidemie verbunden, aber allein. Ich wiederhole, die stille Epidemie verbunden, aber allein. Was kommt euch spontan in den Sinn?
SPEAKER_00Lieber Holger, lieber Christoph.
SPEAKER_01Verbunden, ne? Wenn man an verbunden denkt, ist ja relativ simpel. Wir denken an Social Media, wir denken an unsere ganzen vielen tollen Facebook, Instagram und LinkedIn und TikTok und ich weiß nicht, Snapchat-Freunde, Telegram, ach, was wir da alles haben. Ja, ganz viele Zahlen.
SPEAKER_02Ich habe gerade, das war diese Woche, waren wir bei einem sehr schönen, sehr schönen Abendessen. Und neben uns saß ein Pärchen, zwei Asiaten. Und das war ein wirklich schönes Essen. Toller Ausblick, alles wunderbar. Und er saß da, hatte sein Smartphone rechts von sich gelegt und sie saß halt so im rechten Winkel zu ihm. Sie hatte die Weinbegleitung. Das heißt, sie hat Wein getrunken, er nicht. Und dafür hat er aber ständig auf sein Smartphone geguckt. Das heißt, dieser Abend da ging ungefähr vier Stunden. Und ich saß nur genau, dass ich das nun so sehen konnte. Die beiden haben kein Wort miteinander gesprochen. In vier Stunden. In vier Stunden. Wow. Sie hat diesen Wein getrunken und er hat ungefähr nach jedem Businessplan irgendwie wirklich ein paar Megänge, hat er immer auf sein Smartphone geguckt, mal Fotos gemacht, mal irgendwas geguckt und die hatten keinen Kontakt. Und wenn ich das so, wenn ich das Thema höre, Stille Epidemie, das Smartphone hat in dem Moment halt sein Kommunikationspartner ersetzt oder war der Kommunikationspartner für ihn und das war echt dramatisch.
SPEAKER_03Ja, jetzt sind wir direkt drin in dem Thema. Als ich über diesen Titel nachgedacht habe, kam mir aber noch ein anderer Gedanke und der war jetzt nicht primär der Social Media Gedanke, darauf gehen wir gleich nochmal ein, sondern in unserer Emotionenwelt steht Verbundenheit ja für die Emotionen der Freude. So wie wir drei jetzt heute hier sitzen, sind wir freudig verbunden und haben Spaß an der Sache. Nun ist aber der Titel dieser Folge Die Stille Epidemie, verbunden, aber allein. Und wir haben dort eine Brücke. Wir haben uns darüber Gedanken gemacht und wieder eine Studie ausgegraben. In dem Fall die aktuelle Jugendtrendstudie 2026, die als Teil, wenn wir das richtig recherchiert haben, einer Langzeitstudie seit 2010 erhoben wird. Und da geht es unter anderem darum, dass eine Gruppe von Menschen, 2000 bis 2500 junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, befragt werden, im Hinblick auf verschiedenste Themen. Und dort kommt sehr deutlich heraus, dass wir ein All-Time-High haben im Bereich der Einsamkeit. Und wenn wir das ein bisschen breiter ziehen, können wir das, glaube ich, auch ins Alter übertragen, also ältere Menschen. Auch da gibt es ähnliche Studien, die das gleiche Phänomen beschreiben, dass Einsamkeit ein großes Thema in unserer Gesellschaft ist. Und das ist ein Teil, den wir heute uns mal anschauen wollen, auch im Hinblick auf was passiert da letztendlich und Emotionen. Und da wollen wir einfach mal ein bisschen tiefer einsteigen. Und da haben wir auch so ein paar provokante Themen mitgebracht. Was wir sehen ist, dass die Einsamkeit massiv steigt. Insbesondere in der Jugend. Da können wir gleich nochmal drauf eingehen. Mentale Gesundheit, wir haben das schon mal thematisiert, wird schlechter. Also die Therapiepraxen sind voll. Es gibt zu wenig Plätze für den Bedarf, der da ist. Und viele andere Dinge. Und auf der anderen Seite haben wir Digital Media, eigentlich Digital Paradox, wie wir sagen. Wir sind zwar verbunden und irgendwie doch nicht verbunden.
SPEAKER_02Ja, das stimmt. Und ich komme einfach auch aus dem Gedanken von Führung. Es gibt einen Satz, der ist schon relativ alt und der passt irgendwie voll in diese Richtung auch und der heißt Karriere macht einsam.
SPEAKER_03Oder früher hat man gesagt, an der Spitze bist du ganz alleine und einsam.
SPEAKER_02Je höher, je höher du aufsteigst im Unternehmen, umso weniger Freunde hast du, umso weniger Menschen hast du, mit denen du zusammen über Dinge sprechen kannst. Also wir haben das Thema psychologische Sicherheit geht immer mehr verloren. Und da kommt natürlich dann das Thema auch hin, was wir ja auch alle machen. Wir sind Coaches für hohe Führungskräfte. Warum? Weil die im Unternehmen kein haben, mit dem sie darüber reden können. Also das ist noch ein Thema, was wir. Die Vertrautheit, die wir auch nach der Fläche anschauen können.
SPEAKER_03Naja, und wenn wir das noch breiter uns anschauen, wir haben auf verschiedensten Quellen, zum Beispiel bei NTV, also Nachrichtenportalen oder auch anderen in Zeitungen Zahlen gefunden, Süddeutsche. 50 Prozent der Menschen generationenübergreifend fühlen sich aktuell regelmäßig einsam. 50 Prozent, also jeder zweite. Und Einsamkeit wird gleich belastend wie Stress oder Zukunftsangst erlebt. Seht ihr das ähnlich? Also es ist mehr ein Lebensgefühl, als es ein Gefühl ist.
SPEAKER_01Also Zukunftsangst. Also 50 Prozent, das ist so krass, finde ich jetzt gerade. Jeder Zweite. 50 Prozent fühlen sich einsam und jetzt kommt es, dieses Digital Paradox. Sie nutzen gegen ihre Einsamkeit was? Ja, Social Media.
SPEAKER_03Und je mehr Nutzung, desto stärker die Einsamkeit.
SPEAKER_01Genau, und jetzt fallen dann viele, weil diese surreale Welt, die wir uns dann im Moment dann vor Augen halten, das führt dann irgendwann dazu, dass immer mehr Menschen auch in die Depression reinkommen, weil sie halt sich nicht mehr connected fühlen, weil sie sich halt unwohl fühlen. Und diese Themen hatten wir ja, glaube ich, schon genannt, dieses Thema Social Battery oder Me Time. Also meine Social Battery ist leer oder ich brauche, ich habe so viele Me Time, aber ich habe keine We Time. Also ich muss mal an meine eigene Familie denken. Wir sagen immer, ja, und dann bin ich mit meiner Tochter da unter hingefahren, dann hatten wir wieder Quality Time. Aber das war analoge Quality Time. Ja. Diese analogen Räume, ich glaube, das ist eins unserer großen Phänomene, die wir haben. Wir lassen ganz viele Sachen, ja, das geht ja auch online. Dann reden wir über online, weil es ist ja ein Kostenfaktor. Wenn wir jetzt so eine Führungsthematik sprechen, ja, das kommt, das können wir ja auch online machen. Mal kurz. Führung online machen. Ohne den direkten Bezug, ohne den Menschen da als Körper sozusagen vor sich sitzen zu sehen, nicht in einem analogen Raum. Das kann man mal, aber grundsätzlich ist der, sag ich mal, digitale Raum nicht dafür geeignet. Wir sind Wesen, wir sind Lebewesen, die nicht für die digitalen Räume geschaffen sind. Um mal Kommunikation zu betreiben, ja, aber grundsätzlich würde ich sagen, nein. Ich weiß nicht, wie es euch da geht. Denn wie gesagt, wenn man sich überlegt jetzt, wir haben es zwar auch daran aufgehangen, jetzt das Thema mit der Jugend oder mit der GZ, die halt darunter extrem leidet, weil die natürlich auch in der Nutzung dieser ganzen Plattformen extrem ist im Vergleich jetzt vielleicht auch zu uns. Aber am Ende des Tages heißt es ja, es betrifft uns alle. Denn wir werden ja mit in diesen Strudel reingezogen. Und da ist die Frage, wie kommen wir da wieder raus, wenn wir dann in dem Moment Folgen haben, Depression, mentale Gesundheit und das, wie gesagt, es betrifft ja nicht nur die eine Generation.
SPEAKER_03Naja, die spannende Frage für mich ist, was passiert denn hier? Also, wir haben im Online eine letztendlich aktive und doch passive Nutzung. Scrollen statt Interaktion, Konsum statt Beziehung. Und das ist schon krass, ne? Und dann haben wir eine Fake-Verbundenheit, wie ich finde. Also Likes ungleich echte Nähe. Also klar, der Jagd nach Likes ist allgegenwärtig. Oder ein Chat ist ja Ungleich eines Gespräches. Aber wenn man sich mal so einen Chatverlauf anguckt, wie da heute geschrieben wird, das ist schon krass. Also es ist ja abstrakt.
SPEAKER_00Und die Bezeichnung, ihr seid auf befreundet. Ja, genau. Wir sind auf befreundet.
SPEAKER_03Also was wir da machen, ist letztendlich, wir simulieren Beziehung. Ja. Ja. Und das ist, das muss ich mir überlegen, wir simulieren Beziehung. Menschliche Beziehung.
SPEAKER_02Ja, spannend. Ich muss jetzt gerade wieder denken an die Zeit am Flughafen. Du stehst, du stehst in einer langen, langen Reihe, wo alle Menschen einsteigen und alle gucken auf ihr Smartphone, anstatt mit dem Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Wenn du das dann machst, ist es sehr erstaunlich. Es funktioniert, geht. Aber ganz viele stehen eigentlich nur noch da und oder sitzen da und sind alle nur noch mit ihrem Handy unterwegs. Also, wenn ich auf die Studie nochmal gucke, 60% suchtähnliche Smartphone-Verhalten.
SPEAKER_0360 Prozent.
SPEAKER_0260 Prozent. Das ist ja, also wenn wir von der Sucht sprechen, die 60 Prozent, also das ist ja irre.
SPEAKER_03Naja, passt in die aktuelle Diskussion rund um die Verbote, die jetzt angestrebt werden sollen. Also Australien war das erste Land in diesem Jahr, was Social Media Plattformen für unter 14-Jährige verboten hat. Jetzt diskutiert man das auch schon EU-weit, einige Länder haben schon Frankreich, Deutschland ist noch in der Vorlage, beziehungsweise im Sammeln von Daten. Aber es scheint offensichtlich die Erkenntnis zu wachsen, dass wir hier ein pathologisches Verhalten haben. Und das ist nicht nur bei der Jugend so, aber dort eben übergebühr viel. Und das führt natürlich zu langfristigen Folgen. Und im Alter ist es, glaube ich, anders. Ich glaube, im Alter kann Social Media was Gutes bewirken. Dennoch haben wir viele ältere einsame Menschen. Und ich frage mich, wieso das so ist. Sind das die Familien, die da versagen? Entweder weil sie nicht mehr da sind, gut, da hast du vielleicht das Thema, hast du keine Freunde, nie gehabt. Oder was ist das eigentlich?
SPEAKER_01Naja, früher habe ich dann besucht und jetzt schicke ich mal eine kurze WhatsApp oder eine Videonachricht. Nur Sprach, Video-Nachricht. Wenn du das Phänomen hast, das vielleicht die ältere Generation sogar dann das iPad oder whatever beherrscht, das heißt das digitale Medium, dann ist es ja bequem geworden. Da muss ich ja nicht mehr vorbeifahren. Dann kann ich ja auch mal. Früher hat man vielleicht noch angerufen oder besucht und heutzutage schickt man halt mal eine Videobotschaft oder eine kurze Sprachnachricht. Ist ja auch sehr beliebt geworden, leider.
SPEAKER_03Ja, das ist immer so, wenn die Leute dann, kann man mal gut beobachten, durch ein Einkaufszentrum gehen und das Handy so vorm Mund halten und da reinreden. Da frage ich mir, was passiert da mal so Live-Kommentar beim Shoppen und so. Das ist schon ein interessantes Sozialverhalten, was da entsteht.
SPEAKER_02Du siehst, Leute, die haben irgendwie die Ohrhörer drin und reden die ganze Zeit. Und früher hättest du gesagt, okay, du hast schizufrede Menschen vor dir. Sieht manchmal schon ein bisschen weg aus.
SPEAKER_01Das stimmt, ja. Wobei, es könnte euch jetzt auch mit mir passieren, weil ich habe so eine Brille und mit der kann ich telefonieren. So sieht es aus.
SPEAKER_03Ja, also spannend ist das und natürlich besorgniserregend. Die Befunde sind da, also es kommt nicht nur von uns, die Studien liegen auf dem Tisch und das führt dann am Ende letztendlich zu Phänomenen, dass Rückzüge in das eigene private Umfeld passieren. Also Entkopplung von der Realität, Entkopplung von der Gesellschaft. Und damit natürlich die Einsamkeit steigend, aber auch die Tatsache, dass die Leute in schwierige Situationen kommen. Ein bisschen zu Depressionen. Und das macht es natürlich sehr gefährlich. Und interessant oder auch gleichzeitig Besorgniserregend in meiner Welt, und ich komme nun auch ein bisschen aus der IT von meinem Background her, ist, dass KI letztendlich das noch weiter befeuert und zunehmend dafür genutzt wird, Probleme mit der KI zu besprechen, auch Gespräche zu führen und dort eine emotionale Unterstützung zu suchen. Also das ist bewiesen. Wir haben eine Quelle gefunden auf dem deutschen Schulportal, wo Analysen gemacht worden sind, dass gerade junge Menschen, und ich würde wetten, es machen auch ältere, die KI befragen im Hinblick auf bestimmte Probleme, auch im Bereich emotionaler Bindung oder mit Freund oder Freundin oder was ich denn jetzt tun soll und ich bin hier in der Krise und etc. Ich meine, wie seht ihr das?
SPEAKER_01Also, ja, ist nur gut, ich finde das eine super Fragestellung. Da ist jetzt das LLM, egal ob es jetzt ChatGPT, Manus oder whatever, ist das jetzt dein neuer bester Freund? Ja, ja. Wow, das ist ja nicht so gut. Ist das dein neuer bester Freund, ja. Ist das die Vertrauensperson? Also, Entschuldigung, bei Männern gibt es ja das Phänomen tatsächlich, dass sie sich lieber an so etwas wenden, weil dann braucht es ja, vielleicht mit prekären Fragen. Wir sind ja auch leider Gott diejenigen, die weniger zum Arzt gehen, weil, ne, haben da irgendwelche Probleme. Und grundsätzlich schlägt sich das dann gesamt nieder.
SPEAKER_03Ja, aber jetzt mal konkret, Holger und Christoph, warum ist es einfacher, mit einer Maschine ehrlich zu sein als mit Freunden?
SPEAKER_02Das ist ja Vertrauen. Also hier, es gibt ja diese eine Aussage und das finde ich, gehen wir da ganz kurz rein, kannst du für KI oder Social Media beides nehmen. Social Media ist wie Fast Food für Beziehungen.
SPEAKER_04Ja.
SPEAKER_02So, so. Und das finde ich ein schönes Bild. Also es ist eine, es bleibt oberflächlich und wir haben das neulich schon mal, glaube ich, gesagt, wenn ich ein KI gegenüber habe, habe ich niemanden, der Widerstand bietet. So, und das ist ja auch ein Element der Zeit. Das heißt, ich gehe in Gespräche rein und kriege keinen Widerstand. Das heißt, ich kriege ganz viel Bestätigung. Und wenn ich mit einem guten Freund rede, jetzt gucke ich in eure Gesichter und ich erzähle euch was und dann sagt ihr, komm, vielleicht mal, bist du bescheuert.
SPEAKER_00Und was tun? Was machst du das? Völliger Bullshit, was du da redest. Ganz genau. Und das kriegst du nicht. Und das kriegst du nicht.
SPEAKER_02Und diese, wir reden jetzt hier über Resilienz, über Widerstandsfähigkeit, die immer weniger wird. Wir kriegen, und ich glaube, da ist, glaube ich, das ist aus meiner Sicht der entscheidende Faktor, dass du keinen Widerstand kriegst.
SPEAKER_01Nochmal. Nur Bestätigung. Ich glaube, also das passt sogar dazu, wenn du mal an das Thema Vertrauen und Zutrauen. Also ich traue mir zu, die KI alles zu fragen. Und bei gewissen Dingen würde ich vielleicht eine Hemmschwelle haben und sagen, kann ich das jetzt so fragen? Oder offenbare ich jetzt hier Sachen, die vielleicht in dem Moment mir irgendwann mal zu Lasten fallen. Und eine KI traue ich mich halt alles zu fragen, obwohl wir genau wissen, das Ding ist so transparent, wenn du Pech hast, steht das dann irgendwann mal gepostet auf.
SPEAKER_02Und das Drama geht ja weiter. Wenn das so ist, wenn wir also jetzt mit KI reden und wir kriegen keinen Widerstand mehr, dann verlernen wir sämtliche Fähigkeiten, Konflikte auszutragen, auszusprechen, schwierige Sachen anzusprechen. Wir haben das ein paar Mal schon gesagt, die Generation Z mag es lieber, Mails zu schreiben, anstatt anzurufen.
SPEAKER_03Ja, die Beobachtung habe ich auch, selbst in meinem direkten Umfeld. Ich sage den Menschen bei uns mittlerweile im Team immer, ruft an. Und es scheint eine echte Schwelle zu sein. Dann wird lieber eine E-Mail oder eine Kurznachricht geschickt, dann hat man sich entlastet auf den Senden-Button gedrückt und jetzt ist der Ball im Spielfeld des anderen, statt zum Hörer zu greifen.
SPEAKER_01Man denkt, das ist im Spielfeld das andere. In Wirklichkeit ist es ja einfach nur in einem Raum und ob es abruft und wann es abruft, wissen wir ja nicht. Aber es ist für uns im Kopf erledigt. Erledigt, ja. Entlastung. Das ist die Form der Kommunikation, die natürlich uns überhaupt nicht weiterhilft. Also Response ist ja immer was Schönes, wenn ich den Stimulus abgeschickt habe. Wenn wir dazwischen noch ein bisschen Raum haben, muss ja nicht immer gleich eine Reaktion sein, kann ja auch mal ein bisschen mehr rezeptiv sein. Aber grundsätzlich ist das schön, wenn ich in einer Interaktion bin. Also wenn ich mit Christoph in einen Diskurs gehe über irgendein Thema, und das kann ja auch bei uns mal passieren, ne? Ja, so, aber das ist doch schön, weil der Konflikt hat ja nicht zum Zweck, dass ich jetzt gewinnen will. Der Konflikt hat ja den Austausch von unterschiedlichen Meinungen. Und jetzt könnten wir Glasel derst mal, wenn Unvernehmlichkeiten sind. Und da muss man sich halt darüber austauschen. Da muss man halt einfach sehen, dass Konfligere, der Ursprung des Wortes, dass man dann irgendwann sagt, okay, wir haben uns auseinandergesetzt und wir haben einen Konsens gefunden, einen Kompromiss gefunden, eine kooperative Idee, Sichtweise. Das ist ja genau das, wo gehen wir damit hin. Und hier gehen wir ja komplett in die Vermeidung.
SPEAKER_02Jetzt eine KI, Vermeidung. Jetzt gucken wir mal auf das eine Thema. Es gibt so einen schönen Aussatz: es gibt Überforderung durch zu viele Kontakte und nicht durch zu wenige. Das ist korrekt. Das wäre, glaube ich, so ein so ein Schlüssel hier. Wir reden ja über das Thema verbunden und einsam. Das ist ja, das ist ja das Thema. Das heißt, ich bin verbunden mit ganz vielen Menschen und weil es ganz viele sind, über WhatsApp, you name it, über alle Ebenen. Oder auch wenn ich mit Leuten ganz kurz mal rede und da, und es ist wie so ein Springen von Kontakt zu Kontakt, dann sind es wahnsinnig viele, die ich aufrechterhalten muss. Genau. Anstatt zu sagen, was viele sagen würden, ich habe, wenn ich in meinem Leben drei Freunde habe, auf die ich mich wirklich verlassen kann, also auch in den Diskurs gehen kann, auf die ich wirklich zählen kann, dann sind es viele. Und das finde ich ein sehr, sehr, sehr, sehr wichtiges Bild, denn dann sage ich, ich habe Menschen, die mich mein Leben auch begleiten.
SPEAKER_03Und das finde ich sehr wichtig. Denn also ich glaube, zumindest in meiner Welt, zeigt sich eine wahre Freundschaft sehr häufig in Krisensituationen.
SPEAKER_01Auf wen kann ich zählen, wenn es nicht mal so gut so gut läuft?
SPEAKER_03Weil Freude und Spaß kann ich mit ganz vielen Menschen haben. Und auch sehr oberflächlich. Lustig geht immer. Lustig geht immer irgendwie. Aber wenn es mal ernst wird, und da stellt sich für mich die Frage, wenn ich jetzt euch beide frage, wann habt ihr euch denn zuletzt mal so richtig, wirklich richtig einsam gefühlt? Könnt ihr euch an so eine Situation erinnern? Wenn ja, wann war das?
SPEAKER_02Das ist eine gute Frage.
SPEAKER_03Ich weiß es ganz genau.
SPEAKER_02Ich kann mich momentan schwer daran erinnern. Also fangen wir an. Fang mal an, fangen wir an und dann vielleicht kommt es dann.
SPEAKER_01Alleine, einsam. Das war mal auf einer Dienstreise, aber das ist jetzt nicht so extrem. Das ist einfach nur, ich habe halt gemerkt, ja, jetzt bin ich hier alleine und bin allein auf meinem Hotelzimmer und was machst du jetzt eigentlich? Jetzt guckst du irgendeine Netflix-Serie oder whatever. Aber so dieses richtig Brutale, ich fühle mich einsam, ich fühle mich, nee, ich hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt, mich mit Leuten dort vor Ort dann auch noch zu verbinden oder jemanden anzurufen. Ich bin ja der Typ Anrufer und nicht irgendwelche WhatsApp-Austauschen und Co.
SPEAKER_03Also ich hatte es, kann ich auflösen, ganz konkret in der Trennungssituation. Da war War es bei mir wirklich so, dass ich in der Phase, als das ganz akut war, heute verstehen kann, warum solche Situationen, Verlust, Trennung, Veränderung, auch Menschen in ungeplante Handlungen treiben können oder krank machen können. Und da habe ich eine unfassbare Einsamkeit gespürt. Das ging über mehrere Monate. Und es war echt schwer, dem auch zu widerstehen und nicht auf seltsame Gedanken zu kommen. Und da hat mir mein Smartphone überhaupt so gar nicht geholfen. Ich meine, da gab es auch noch keine KI. Es wäre mir ein Experiment gewesen, was die gesagt hätte, der die Situation zu stellen, hätte ich allerdings nie gemacht, weil ich mich da nicht so öffnen möchte, einem Chatbot oder KI-Bot gegenüber. Aber ich vermute, dass es viele Menschen tun heutzutage.
SPEAKER_02Jetzt können wir wieder emotional mal wieder das anschauen.
SPEAKER_03Genau, ich war im, da wollte ich nämlich drauf hinaus, in welchem Zustand war ich denn da?
SPEAKER_02Ganz genau. Du bist sicherlich in der Trauer und in der ersten Stufe der Trauer, nämlich in dem Thema Reflexion. Reflexion, was gerade alles nicht gut ist, was alles gerade zum Boden gegangen ist, was kaputt geht. Totale Veränderung. Und was dann fehlt, und vermutlich ist das auch der Schlüssel aus der Einsamkeit raus, ist dann, kommen wir dann auf den Komplementär der Trauer, nämlich auf das Erstaunen. Was mir eine Vision gibt, also unser bildgebendes Verfahren, wo geht es jetzt hin, wo könnte der Raum sich öffnen, wo wird es jetzt wieder besser? Und solange du in der ersten Phase bist, ist das nicht da.
SPEAKER_03Ist nicht da und das war dieses Extremgefühl. Und interessant war tatsächlich, als die zweite Phase sehr komplementär kam, das Erstaunen, kam dann auch. Und dann auf einmal kommst du ins Tun, ins Machen und auch in ein ganz anderes Gefühl. Und jetzt stell dir das mal vor, wir sind hier in der Digital-Welt, da hast du das nicht. Also wie willst du das machen? Wie willst du es kompensieren?
SPEAKER_02Ja, ich denke immer wieder an diesen Mechanismus, wenn ich mir einmal ein depressives Video angeschaut habe auf TikTok. Dann bin ich voll in der Bubble. Dann spielen, dann kriege ich sie immer wieder ausgesprochen. Genau. Ich habe sie ausgespielt. Das heißt, ich werde immer weiter reingepackt in diese Tiefe. Der Algorithmus zieht dich nach unten. Zieht dich nach unten. Und das ist anstatt nach oben. Super gefährlich.
SPEAKER_03Super gefährlich. Und führt ein bisschen zu suizidalen Gedanken. Ja. Im Extremum.
SPEAKER_01Deshalb bin ich ja, egal, ob das jetzt die Zuhörer schön finden oder nicht, deshalb bin ich auch ein großer Befürworter davon, diesen Social Media-Zugriff für gewisse Altersgruppen zu begrenzen. Denn ich glaube, dass auch da die Gefahr besteht, dass in dieser Altersgruppe auch eine Manipulation schneller und einfacher stattfindet.
SPEAKER_03Ich bin kein Freund von Verboten, wenn wir da gerade sind, Holger. Ich bin eher ein Freund davon, da sind wir in einer Grundsatzdiskussion von Training und Bildung und Aufklärung. Und wir haben sowas nicht in unseren Bildungsplänen. Wir haben auch keinen emotionalen Bildungsplan. Wir haben nicht gelernt, über Emotionen zu reden. Das ist ja das, was wir hier tun. Das ist ja auch unser Kernthema und damit gehen wir ja auch in die Schulen rein. Und ich glaube, dass wenn man das täte, wenn man das mehr systematisieren würde, dass wir eine deutlich bessere Chance hätten, uns auch vor solchen Plattformen besser zu schützen, statt mit einfachen Verboten, die sowieso wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht wieder umgangen werden.
SPEAKER_01Oder gar nicht funktionieren. Oder gar nicht funktionieren. Da sind nicht auch beide, ja.
SPEAKER_03Das ist nur dazu, es sind eine Seitendiskussion, da können wir wahrscheinlich abendfüllt machen. Aber insgesamt glaube ich, wenn wir jetzt mal so ein bisschen zusammenfassend, auch aufs Ende gucken. Wie gehen wir damit um, auch im Emotionenkontext? Also wir haben diese Phänomene, wir haben die Faktenlage, ist eindeutig bewiesen. Wir haben Kommunikation maximiert und Beziehung zerstört. Wir sind trotz Social Media einsam oder auch wegen. Freundschaft wurde durch Aufmerksamkeiten ersetzt, also Likes. Und Einsamkeiten, das ist eine These, ist ein Symptom einer überdigitalisierten Gesellschaft. So, wenn man das mal nimmt, ne, also früher war Einsamkeit niemand da. Heute ist Einsamkeit, alle sind da, aber niemand ist wirklich da. Aber niemand ist wirklich da, genau. Und das finde ich schon krass, also wenn das gegenüberstellen. So, was können wir jetzt daraus machen? Wie können wir mit unseren Emotionen hier da eine Lösung bieten? Um die Brücke zum Ende hin auch zu unseren Tipps des Tages zu bringen.
SPEAKER_02Also wenn mein erster Tipp ist, und das gucke ich wieder so ein bisschen auf das, was ich am Anfang erzählt habe, über die Situation an dem Tisch. Wenn ich, wenn ich mich mit Menschen treffe, die mir wichtig sind, wäre der erste Tipp, alle dazu aufzufordern, dass das Telefon verschwindet in der Tasche. Das liegt auch nicht auf dem Tisch. Das liegt nicht in Greifbar, sondern es ist wirklich, es ist wirklich weg. Es gibt ja viele Spielchen dazu, das ist alles gut, aber ich glaube, wenn das ist, wenn du sagst, ich lege es wirklich zur Seite und wir haben diese Sucht, ist ja der Griff danach. Es kommt fast automatisch mittlerweile. Also das wäre mein erster Tipp zu sagen, wenn wir uns treffen, tu das wirklich weg in die Tasche und dann bin ich mal ganz bei dir. Dann hören wir uns mal zu, dann sehen wir uns und dann gibt es keine Ersatzbefriedigung. So, das wäre ein schöner Einstieg.
SPEAKER_01Ja, nicht so schlecht. Ich hatte ganz am Anfang ja auch schon was dazu gesagt. Ich sehe das bewusste Schaffen von analogen Räumen. Ja. Das wäre man als einfach auch wieder gemeinschaftliche Sachen aktiv mal mitgestalten. Und da, Christoph, bin ich komplett bei dir. Da muss in dem Moment das Handy einfach mal weggelegt werden. Weit weg. Weit weg. Und zwar nicht in greifbarer Nähe, ja, so Digital-Detox-Räume.
SPEAKER_03Ja, ganz bewusst. Und das ist schon schwer, auch in meiner Welt. Wenn ich mich so betrachte, ich mache ja nahezu alles online. Also es gibt keinen Lebensbereich mehr, vielleicht außer denen, die physisch sind, wo ich nicht online irgendwie eine Lösung für hätte. Schon krass. Ja, das stimmt. Ein anderes Thema, glaube ich, worüber wir sprechen müssen, ist die emotionale Bildung. Das ist unser Herzensthema. Absolut.
SPEAKER_00Ich glaube, da müssen wir viel mehr tun.
SPEAKER_01Gleichwerung, Emotionersum.
SPEAKER_03Nicht nur in den Schulen, mit Emotionersum oder mit Projekten, die wir da machen, aber generell, das ist ja auch der Grund des Podcasts hier, diese emotionale Bildung, die Aufklärung, über Gefühle zu sprechen, sprechen zu lernen, sprechen zu können, ist ein riesig Thema. Gerade bei Männern.
SPEAKER_02Oh ja.
SPEAKER_03Und das sehen wir immer wieder. Ja, genau. Ich glaube, da können wir ja aufklären.
SPEAKER_02Und ich glaube, das, was ich am Anfang nochmal gesagt habe, das, was fehlt, wenn du KI hast, ist das Thema Widerstand bieten. Wirklich ein echter Resonanzboden zu sein für den Freund, die Freundin, das Gegenüber, Partner, Kinder. Wenn wir uns das vornehmen, das einfach nicht, also nicht alles per se toll finden, sondern auch mal sagen, was du was? An der Stelle, das hätte ich mir anders gewünscht. Oder das fühlt sich gerade für mich gar nicht gut an. Klarheit schaffen wir. Ja, also das wäre ein Punkt, den ich auch nur sehr empfehlen kann. Denn dann bieten wir etwas, was diese Welt nicht bietet. Und dann haben wir vielleicht die Chance, gemeinsam wieder zu wachsen. Und wenn wir das können, dann entsteht genau das, was eigentlich die wirkliche Verbundenheit ist und dann geht die Einsamkeit.
SPEAKER_01Deshalb gibt es ja diesen, wenn wir jetzt zum Abschluss kommen, diesen schönen Gedanken, den man sich zum Abschluss nochmal vielleicht vor Augen führen sollte. Sind wir zu wenig verbunden oder sind wir vielleicht einfach nur falsch verbunden?
unknownFalsch.
SPEAKER_03Ja, genau. Und damit können wir schließen. Das heißt, unser Appell ist einerseits doch mehr Analogie. Und ich glaube, es wird wieder kommen. Das ist zwar ein Prozess und natürlich werden wir Digital nie wegdenken. Wollen wir auch nicht. Nö. Aber ich glaube, es wird ein anderer Umgang werden in Zukunft. Und auf der anderen Seite mehr Begegnung, mehr Raum für soziale Interaktion und vor allen Dingen eben ohne Digital.
SPEAKER_02Und ich glaube, wir brauchen so etwas wie eine Entscheidung in dem Moment, dass du sagst, ich entscheide mich jetzt, was ich vorhin gesagt habe, das Handy kommt jetzt weg, weil ich mit dir hier bin. Nicht Teil unserer Konversation.
SPEAKER_03Und dass es nicht so ineinander fließt. Sonst sind wir wieder an deinem Anfangsbeispiel. Vier Stunden beim tollsten Abendessen dieser Welt, ohne miteinander zu reden, finde ich schon echt krass.
SPEAKER_01Ja, das war wirklich schockierend. Und wir müssen, und das gilt für uns alle, also da sind wir auch eingeschlossen, dass wir wieder lernen, richtige Freundschaften zu führen. Und das da, du hast doch vorhin etwas gesagt, Christian, was mich noch immer bewegt. Viele oder auch Christoph, ne, drei, wenn man drei hat, selbst die drei Freundschaft muss man pflegen. Natürlich. Und Arbeit, Zeit und Aufwand. Jetzt überlegt euch mal den sozialen Druck, den man hat, wenn man 3000 Freunde hat auf Plattform XY. Schwierig. YZ. Die kann man nicht pflegen.
SPEAKER_03Damit schließen wir diese doch ein wenig ernstere Folge. Aber es war uns wichtig, dieses Thema einmal zu beleuchten. Bleibt uns analog auch gerne gewogen. Ihr könnt uns auch treffen, wenn ihr wollt. Uns gibt es wirklich hier nicht nur ein Stadtteich, sondern auch persönlich. Wir sind keine KI-Chatboards, noch nicht. Das Experiment machen wir bestimmt nochmal, dass wir nochmal ein KI-Chatboard reinholen. Ansonsten findet ihr uns auf LinkedIn oder unter www.globeoffemotions.com. Und wenn ihr sonstige Themen habt, die euch interessieren, schreibt uns gerne an an info.de. Genau. Das war's vom Stadtteich für heute. Genau. Und bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_02Alle Energie gegen die Einsamkeit. Gegen die Einsamkeit.
SPEAKER_01Viel. Tschüss. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid.
SPEAKER_02Wir freuen uns auf euer Feedback auf www.3m-podcast.de Und sollte es Themen geben, die euch so sehr interessieren, dass ihr sagt, könnt ihr die nicht mal in eurem Podcast diskutieren, schreibt uns eine Mail an info at 3m-podcast.de
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