3 Männer Podcast
3 Männer Podcast
Der etwas andere Podcast über Emotionen und Dinge, die nicht nur die drei Männer (Dr. Holger Liekefett, Christoph Theile und Christian Sega) im Alltag bewegen.
Hintergründig, mit Tiefgang und doch auch locker und lustig werden spanende Phänomene und Erlebnisse im Alltag rund um unsere Emotionen und Gefühle diskutiert, mit Fakten und erlebten Beobachtungen unterlegt sowie interessante Gäste zu ihrer Meinung und Einschätzung befragt.
Der 3-Männer Podcast klärt auf, analysiert und hinterfragt die „stereotypischen Klischees“ im täglichen Umgang mit unseren Emotionen. Er hilft uns, auf eine ganz andere Art, Emotionen zu erkennen, diese besser zu verstehen oder sie gezielt aktivieren und mit ihnen in jeder Lebenslage souverän umzugehen zu können.
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#51 Ist das Liebe oder nur gutes Wetter?
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#51 Hier die vollständigen, aktualisierten Shownotes:
Ist das Liebe oder nur gutes Wetter? 🌸
Frühlingsgefühle – kennt ihr das? Diese plötzliche Leichtigkeit, die Euphorie, das Kribbeln im Bauch? Aber woher kommt das eigentlich wirklich – und kann man dem überhaupt trauen?
In dieser Folge des Drei-Männer-Podcasts gehen Christoph, Holger und Christian der Frage auf den Grund: Was steckt hinter unseren Frühlingsgefühlen – echte Emotion, reine Biochemie oder doch nur ein cleverer Marketing-Trick der Blumenindustrie?
Das erwartet euch in dieser Folge:
🧬 Der Testosteron-Mythos – Warum der vermeintliche Frühlingshormon-Peak totaler Blödsinn ist (und was wirklich passiert)
☀️ Serotonin, Melatonin & Co. – Die Biochemie der guten Laune einfach erklärt, inklusive des Serotonin-Paradoxons beim Verliebtsein
💊 Legales Biohacking – Kann ich meinen Serotoninspiegel pushen? Spoiler: Bananen-Nuss-Eier-Shake und Tageslichtlampen spielen eine Rolle
🌍 Die Äquator-Frage – Haben Menschen ohne Jahreszeiten überhaupt Frühlingsgefühle?
🧠 Frühjahrsmüdigkeit erklärt – Warum wir uns ausgerechnet beim Wetterwechsel oft schlapp fühlen
❤️ Liebe oder Projektion? – Ist der Frühling die Jahreszeit der Gefühle – oder der Selbsttäuschung?
Der Tipp des Tages: Raus in die Natur, Sonne tanken, tryptophanreich essen – und einfach mal wieder jemanden anlächeln. Ein Lächeln erzeugt fast immer ein Gegenlächeln. Wir können nicht anders.
Zitat der Folge: „Der Frühling erfindet nichts Neues – er übertreibt einfach nur."
📚 Studie aus der Folge:
Lambert, G.W., Reid, C., Kaye, D.M., Jennings, G.L., Esler, M.D. (2002) „Effect of sunlight and season on serotonin turnover in the brain" The Lancet, Vol. 360, No. 9348, S. 1840–1842
In dieser vielzitierten Studie untersuchten Forscher des Baker Heart Research Institute in Melbourne 101 gesunde Männer und maßen deren Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn in Abhängigkeit von Jahreszeit und Sonnenstunden. Ergebnis: Der Serotoninspiegel war im Winter am niedrigsten – und stieg direkt und messbar mit der Dauer des hellen Tageslichts an. Je mehr Sonne, desto mehr Serotonin. Eine der wissenschaftlichen Grundlagen für das, was wir als Frühlingsgefühl erleben.
🔗 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12480364/
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Der Drei-Männer-Podcast – der Podcast über Emotionen und Dinge, die uns bewegen. Mit Christoph Theile, Holger Liekefett und Christian Sega.
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Dr. Holger Liekefett =>LinkedIn
Christoph Theile => LinkedIn
Christian Sega => LinkedIn
oder schaue auch gern auf www.eqting.com und www.globe-of-emotions.com und finde viele weitere Informationen rund um das Thema Emotionen
Das Buch zum Thema Emotionen mit dem Globe of Emotions: "Denken wir noch oder fühlen wir schon" von Christoph Theile und Nadja Kahn
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Naja, auch Challenge muss ich sofort mit der Gegenchallenge hier im Drei-Männer-Podcast. Also, viele Männer, vielleicht auch ich, nee, glaube ich eher nicht, aber vielleicht sind ja emotional eher gedämpft unterwegs und gedämpft sozialisiert. Also weniger Ausdruck, mehr Kontrolle, lieber Christoph.
SPEAKER_01Ja, ich kennt das ja zum Beispiel mit der Sportindustrie. Die fangen ja komischerweise immer im Frühjahr an und dann mehr Protein-Shakes, ETC, also versuchen dich ja auch in irgendeiner Form zu locken. Die Frage ist halt, gibt es eine, in Anführungsstrichen, legale Möglichkeit, deinen Serotoninspiegel oder ähnliche Sachen zu pushen?
SPEAKER_02In Ländern, wo es praktisch keine Jahreszeiten gibt, was hast du? Am Äquator. Haben die Menschen dort Frühlingsgefühle?
SPEAKER_01Herzlich willkommen zum Drei Männer-Podcast.
SPEAKER_04Der Podcast über Emotionen und Dinge, die uns bewegen. Immer mit dabei Christoph Teile, Holger Lickefett und Christian Seger.
SPEAKER_02Und häufig spannende Gäste.
SPEAKER_01Hallo und schönen guten Tag da draußen. Ja, auch wir wünschen einen schönen guten Tag. Hallo Christian. Seht ihr? Ich kann euch immer noch zum Lachen bringen.
SPEAKER_02Einen sonnigen, schönen Tag. Einen sonnigen schönen Tag. Ja, ich genau.
SPEAKER_04Da sind wir wieder, die drei Männer aus dem Zwei Männer-Podcast mit mir im Studio. Der liebe Holger. Hallo Holger.
SPEAKER_02Hallo Christian. Der Christian ist da. Der Christian ist auch da. Und der Christoph ist auch da.
SPEAKER_04Ja, vielleicht große Überraschung.
SPEAKER_01Hier am Stadtteil. Ganz jedes wieder richtige Action.
SPEAKER_04Gibt es wieder Action. So, und heute sind wir alle voll in Stimmung. Voll in Stimmung. Warum das wohl so ist, ich werde das gleich mal anteasern. Der Titel dieser Folge, das bringt uns auch so ein bisschen in Wallung. Ist das Liebe oder nur gutes Wetter? Ist das Liebe oder nur gutes Wetter? Mein lieber lieber Christoph. Ja, spannend.
SPEAKER_01Und es geht heute um unsere Frühlingsgefühle. Ja, ja. Dann lass uns mal ein Check-in machen. Christoph, hattest du schon Frühlingsgefühle? Hattest du schon irgendwelche Ausbrüche in dieser Richtung und hast schon irgendwelche Gartenmöbel neu gekauft? Irgendwelche Sachen getan?
SPEAKER_02Nee, ich glaube, also gekauft habe ich mir jetzt aufgrund von Frühlingsgefühlen noch nichts. Also ich glaube, meine Art von Frühlingsgefühl ist, wenn ich das so beschreibe, ich muss, wenn Frühling wird, immer durch den Wald gehen. Und wenn dieses ganz, ganz helle Grün daraus, dass das rausbricht aus diese Natur raus, dann entsteht, dann entsteht bei mir so ein wahnsinniges Gefühl von Leichtigkeit. Das finde ich so schön. Und deswegen, das ist einfach, das ist draußen ja und das hatte ich schon jetzt. Herrlich, genau. Und Christian, bei dir?
SPEAKER_04Ja, also Frühlingsgefühle, ja, doch, und zwar deshalb, weil die Tage wieder länger werden. Und ich bin wirklich ein Freund von langen Tagen. Ich mag es einfach, wenn die Tage abends so schön lang werden, also es länger hell bleibt, mit anderen Worten. Und das passiert typischerweise ja nach dieser komischen Zeitumstellung, die wir da immer noch haben, wo wir dann abends irgendwie immer noch eine Stunde länger Licht haben. Cloud wieder zurückgegeben. Und das ist für mich so der Beginn, obwohl die Temperaturen draußen noch erkläglich kühl sind. Heute Morgen waren es auch erst sechs Grad oder noch. Das heißt, das lässt mich noch nicht zum Frühlingsgefühl erwachen. Allerdings war ich in der vergangenen Woche eine Woche im Süden und da waren es schon über 20 Grad und das war sehr schön, sehr angenehm und eben Sonne. Und da merkt man schon, dass was mit einem macht. Also insofern, ja, es kommt, es kommt. Ich warte, dass die Tage wärmer werden.
SPEAKER_02Ich würde dich jetzt immer mal ein bisschen challengen.
SPEAKER_04Na?
SPEAKER_02Das klang so ein bisschen nach Ratio, wo von wegen Frühling ist, wenn die Tage dann länger werden und man länger draußen sitzen kann. Aber was für ein Gefühl. Also, wie würdest du das Moment beschreiben, du spürst das praktisch und was ist es?
SPEAKER_04Naja, also Challenge muss ich sofort mit der Gegenchallenge hier im Drei-Männer-Podcast. Also viele Männer, vielleicht auch ich, nee, glaube ich eher nicht, aber vielleicht sind ja emotional eher gedämpft unterwegs und gedämpft sozialisiert. Also weniger Ausdruck, mehr Kontrolle, lieber Christoph. Und dann kommt der Frühling, macht genau das kaputt. Also Gefühle kommen schneller hoch. Interesse an Themen wird direkter. Zurückhaltung fällt leichter weg. Aber Reflexion hängt oft hinterher. Also das erzeugt so eine typische Spannung in mir. Man fühlt mehr, aber man versteht sich nicht unbedingt besser. Also man, damit meine ich jetzt mich, ich verstehe mich nicht unbedingt besser.
SPEAKER_02Jetzt kommt das angesetzt. Also man wird praktisch rational dümmer.
SPEAKER_04Ja, so, genau. Also vorher war das alles so unter der Oberfläche, im Winter eine ganze Unsicherheit, Sehnsucht, Bedürfnis nach Nähe und Ego und Einsamkeit. Und jetzt kommt der Frühling und da kriegt das alles eine Bühne. Ja, was soll das? Also hängst du noch in deiner Winterdepression, Regeneration. Ja, ja.
SPEAKER_01Es ist gerade in einer strategischen Regeneration, um sich zu den Frühlingsgefühl zu machen.
SPEAKER_04Um es mal ganz klar zu sagen, es sind ja nicht neue Emotionen, sondern die machen die vorhanden bei mir einfach nur lauter, sichtbarer und am Ende schwerer zu ignorieren. Ja, okay. Das ist mein vorherrschendes Gefühl. Ah, ja.
SPEAKER_02Du bist denen ein bisschen ausgeliefert.
SPEAKER_01Ja, ja. Aber total geil. Also ich finde das super. Ja, wir haben natürlich Trigger von außen. Da sind wir mal ganz ehrlich. Also einer der Trigger ist sicherlich mehr Sonne, länger Tageslicht. Aber was wir auch merken, die Vögel fangen an zu zwitschern. Du siehst halt, wie sie dann ihre Nestchen bauen oder wie sie ihre Vogelhäuser belegen und Co. Du siehst, also für mich gefühlt, klar, immer subjektiv, aber man sieht mehr Menschen lächeln. Und man hat auch das Gefühl, dass jetzt mehr Menschen auf der Suche sind nach Liebe, Sex oder zumindest nach einem Flirt oder wie auch immer. Also, das ist aber jetzt wirklich ja, das hört sich erstmal komisch an, aber das wird ja vielerorts und auch bei vielen Menschen genau damit verbunden.
SPEAKER_02Also Veronika der Lenz ist da. Der Lenz ist da, genau.
SPEAKER_01Jetzt ist die Frage, ist das Ganze wirklich so? Ist es ein romantischer Mythos? Und deshalb, das sind ja so Dinge, ja, man hat davon gehört, ja, das muss ja so sein. Also echt verliebt oder nur chemisch verwirrt? Genau, ja. Oder ist das Ganze vielleicht von der Entschuldung-Blumenindustrie oder von den Grußkartenherstellern irgendwo mal in den Raum getragen worden, damit wir da in dem Moment mehr Sachen kaufen und mehr Sachen anbauen und mehr Sachen in Gartenpflanzen? Oder ist es ehrlicherweise knallharte Biochemie? Tja, jetzt kommt der Biochemiker durch.
SPEAKER_04Ja, natürlich, Holger, das musst du eigentlich beantworten. Also faktisch ist das ja wirklich so. Also nochmal, der Titel lautet, ist das gerade Liebe oder einfach nur gutes Wetter? So, und wenn ich das nochmal anschaue, Holger. Was haben wir denn hier? Also mehr Sonne führt zu?
SPEAKER_01Das ist ein Vitamin, eine Veränderung, klar, im Körper. Man muss natürlich jetzt erstmal einmal mit diesem Testosteron-Mythos mal kurz brechen. Ja, das soll jetzt das Testosteronspiegel nach oben schießen und der schießt durch Decke und deshalb sind die Männer auf einmal so anders drauf. Das ist totaler Blödsinn. Das hört sich erstmal richtig lecker an und richtig gut an, ist aber total falsch. Weil die Wissenschaft hat herausgefunden, dass erstmal die prozentualen Schwankungen sowieso sehr gering sind und wir haben unser Hoch als Mann eher im späten Herbst bzw. im frühen Winter. Also von daher Haken dran, Mythos.
SPEAKER_04Nichtsdestotrotz, es gibt Studien, die haben wir gefunden, von Lambert, Professor Lambert et al. Irgendwann veröffentlicht, schon 2002 in The Lancet, ein Fachmagazin, wo die Untersuchung gemacht worden ist an Probanden. Und zwar der Einfluss von Tageslicht und Sonnenstunden auf Serotonin. Serotonin-Spiegel. Und da ist es signifikant. Also je mehr Tageslicht, ich glaube, das ist ja auch für alle nichts Neues, führt zu einem höheren Serotonin-Spiegel.
SPEAKER_01Gleichzeitig sinkt etwas. Nämlich das Cortisol, das ist unser Stresslevel, Hormon. Und das sinkt dabei, denn letztendlich durch mehr Sonnenstunden wird mehr Vitamin D, also die Versorgung wird besser. Dadurch wird der Testosteronhaushalt übrigens besser stabilisiert. Und dadurch, dass wir uns mehr in der frischen Luft bewegen und haben wir auch einen anderen oder verbesserten Schlaf-Wach-Rhythmus. Also das sind wirklich komplexe Zusammenhänge, die in dem Moment dann auf uns wirken. Und deshalb, wie gesagt, dieses Stresshormon Cortisol, das sinkt. Und das Ergebnis ist letztendlich, wir fühlen uns insgesamt einfach leistungsfähiger, wir fühlen uns wacher und haben auch ohne diesen massiven Testosteren-Peak ist es einfach besser. Ja, cool. So simpel kann das manchmal sein.
SPEAKER_04Ja, und jetzt sind wir fertig oder wie? Nein. Ja, also ein bisschen zu einfach, finde ich. Also wenn alles perfekt wird, kannst du dich auch fragen, ob es jetzt die Person oder ist es nur der Moment.
SPEAKER_02Ja, aber es ist, wollen wir das Gegenstück nehmen. Also es gibt jetzt, du sagst jetzt Frühlingsgefühle, ne? Was ist mit der Frühlingsmüdigkeit? Ja. Haben wir natürlich auch. Ja, aber wieso denn? Ja, weiß ich nicht. Wenn das alles eigentlich, wenn es gerade perfekt wird, wo kommt die denn jetzt her? Tja, wissen wir auch nicht, ne?
SPEAKER_04Das ist also irgendwie sehr. Das ist so ein bisschen der kleine Selbstbetrug. Also, ja, also ich meine, klar, es gibt das natürlich. Wir haben da so eine kritische Realität und das gehört dazu. Also viele sagen, ich bin frühlingsmüde. Schlappheit.
SPEAKER_01Schlappheit. Okay, aber das ist Biochemie der guten Laune, nennt man sie auch. Die Biochemie der guten Laune. Ja, ist wirklich so. Das ist dieses Spiel zwischen Serotonin und Melatonin. So, und wenn wir uns jetzt überlegen, im Winter, wenn es dunkel ist, da produziert unsere Zirbeldrüse im Zentrum unseres Gehirns mehr Melatonin. Und das macht uns eher ein bisschen müde, ein bisschen träge, ein bisschen anfällig für den sogenannten Winterblues. Im Winter wird also bis zu 80 Prozent mehr Melatonin gebildet als im Sommer. Jetzt könnt ihr euch ja vorstellen, jetzt kommt dann dieser Umschwung. Aber immer noch Melatonin da. Also dieser, ich bin es noch nicht ganz los und das andere kommt schon. Und deshalb ist es auch ein bisschen früh als Müdigkeit. Ich muss erstmal raus aus diesem Winterblues, um dann halt in diese Leistungsfähigkeit, in dieses hohe Serotonin-Level zu kommen.
SPEAKER_02So, jetzt kommt mal eine schöne Checker-Frage für euch. Oh Gott. Achtfach.
SPEAKER_01Faktor 8. Das war aus der letzten Folge. Achtfach.
SPEAKER_02Oder 42. 42 wird immer gehen. Also in Ländern, wo es praktisch keine Jahreszeiten gibt. Am Äquator. Haben die Menschen dort Frühlingsgefühle? Oder nicht? Jetzt kommt ihr.
SPEAKER_01Christian, das ist eine Fangfrage. Warte mal, lass uns mal.
SPEAKER_04Haben die Leute, also da ist ja nur eine geschlossene Frage, ja, nein. Spontan hätte ich tatsächlich gesagt, nein. Weil ich meine, es ist immer grün draußen, Tageslicht ist immer gleich. Es wird schnell hell, schnell dunkel. Kaum Veränderung. Trotzdem gibt es die Jahreszeiten. Natürlich gibt es irgendwie Jahreszeiten, keine Frage. Aber um den Äquator herum bleiben auch die Temperaturen und auch die Luftfeuchte relativ konstant. Also kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
SPEAKER_01Die sind in einem Dauerfrühlingsgefühl-Level.
SPEAKER_04Das kann natürlich sein, ja. Oder in einem Dauermüdigkeitslevel. Oder so.
SPEAKER_01Nein, ich denke ja, da wird es etwas geben, weil wir unterliegen ja biologischen Rhythmen und deshalb gibt es auch da genau so etwas. Und da liegt vielleicht dann kleinen Nuancen. Vielleicht ist das nicht ganz so extrem in der Ausprägung.
SPEAKER_02Also ich hab das mal, auch das wurde natürlich wieder in Studien untersucht. Und der Unterschied ist praktisch, die haben das nicht. Die sind, habt ihr gut gesagt, sie sind auf so einem Dauer, die sind auf so einem dauerleichten Frühlingsgefühl, was wir haben, aber die Differenzierung fehlt. Dadurch hast du natürlich einen Melatonien Unterversorgung. Also fand ich eigentlich ein ganz schönes Bild, dass man sagt, okay, dann dieses Rauf und runter hast du nur in den Ländern, wo wir hier leben.
SPEAKER_04Ja, ist krass. Also, das finde ich nochmal, diese Kehrseite, die du eben hattest, diese Frühjahrsmöglichkeit, wir haben ja noch zwei andere. Also ich nehme schon auch bei Menschen, an mir selber weniger, aber schon bei Menschen oft auch Stimmungsschwankungen wahr. Massive Ausschläge in die eine wie in die andere Richtung. Und was man natürlich auch noch sehen kann, ich glaube, manchmal entsteht so ein Erwartungsdruck. Alle sind irgendwie glücklich, ich nicht. So, was jetzt? Also scheiß Frühling. Oder? Also, ja, jetzt, wenn du mal überlegst, kann es ja auch geben. Das stimmt.
SPEAKER_02Jetzt kommt es vielleicht auch, bist du eigentlich mehr so ein Frühlingstyp oder so ein Herbst?
SPEAKER_04So, ja, jetzt kommt das nämlich.
SPEAKER_02Und jetzt denkst du, ah, kommt auf meinen Monspiegel drauf an. Das stimmt. Ich hatte mal so was gelesen, das fand ich ganz schön, das ist so eine Kaskade, die sie da beschrieben haben für diesen Frühlingsgefühlsmoment. Sonne an, dann haben wir gesagt, klar, Melatonin runter, also die Dunkelheitsding geht weg. Dann heißt Motor an, Dopamin geht hoch, stimmt. Und die Endorphine steigen durch Bewegung. Klar. Mehr draußen draußen raus. Bewusst auch raus, ne? Gehst du raus. So, dann der nächste Schritt, diese Kaskadesverbindung an, die Oxytocin. Weil du bist natürlich aus, wieder schön auch neun kommt, das geht hoch. Und dann kommt, Holger, jetzt ganz zum Schluss mit dem, was er gesagt hat, dann die letzte Stufe, Schmetterlinge an. Wie heißt das? Phenetylamin ist also das Hormon für Verliebtsein. Aber das ist nur optional. Aber die anderen drei sind, glaube ich, sehr, sehr stark. Was dann natürlich der Gedanke ist, was ist denn mit den Menschen, die dann selbst im Frühling gar nicht rausgehen?
SPEAKER_04Naja, es gibt ja auch noch eine Kehrseite, das können nicht alle Leute so weit raus. Gibt dieses ganze Thema Pollenflug und so weiter, viele Allergien, das ist für Menschen draußen nicht witzig. Das sind die Dämpfe. Ja, die Dämpfe, aber es ist wirklich Stress, wenn du sowas hast. Ja, klar. Und dann kennst du Allergien und so weiter. Und dann fehlt das so.
SPEAKER_01Und das Vitamin E fehlt halt, das ist ja auch krass dann. Und die finden Frühling gar nicht lustig. Ja. Wobei man könnte ja sogar, wenn man mal humoristisch da rangeht, so eine Art von Biohacking mal machen. Lass uns mal darüber philosophieren. Wenn, kann ich meinen Serotonin-Spiegel legal pushen?
SPEAKER_04Legal pushen. Also ohne auf den Schwarzmarkt zu gehen, meine Sogar.
SPEAKER_01Gibt es da eine Möglichkeit irgendwie, weil, weil, ihr kennt das ja zum Beispiel mit der Sportindustrie. Die fangen ja komischerweise immer im Frühjahr an und dann mehr Protein-Shakes, ETC, also versuchen dich ja auch in irgendeiner Form zu locken. Die Frage ist halt, gibt es eine, in Anführungsstrichen, legale Möglichkeit, deinen Serotoninspiegel oder ähnliche Sachen zu pushen?
SPEAKER_02Ich hatte aber auch so eine Tageslichtlampe für den Keller. Die hat im, der wurde nachgesagt, die hat also Licht, was dicht am Sonnenlicht ist.
SPEAKER_04Oh. Ja, absolut. Also zu der Frage, ich habe ja auch schon mal in einer anderen Folge erzählt, da gibt es so eine Wellnesexpertin, die ich kenne. Und der absolute Megatrend momentan sind tatsächlich diese Tages- oder Lichtmasken, die du auf dem Gesicht hast, abends vorm Einschlafen oder auch tagsübermorgens neben dem anderen großen Trend in der Wellnisindustrie, habe ich mir sagen lassen, Kryokammern. Also Kältekammern.
SPEAKER_02Kältekammern, ja, genau.
SPEAKER_04Aber das mit dem Licht ist tatsächlich bewiesen. Aha.
SPEAKER_02Aber dann hat irgendwie, ich glaube, unser Arztfreund Franz hat mal gesagt, du musst im Grunde fast unbekleidet in die Sonne gehen, um genug Vitamin E aufzunehmen. So, ja, ja.
SPEAKER_04Genau, das ist nämlich die Kehrseite, das glaube ich nämlich auch. Also das kannst du halt nur nachziehen mit Ersatzstoffen.
SPEAKER_01Wichtig ist erstmal vielleicht nochmal wirklich echter biochemischer Hintergrund, worauf setzt sie unter anderem Serotonin zusammen. Da brauchst du zum Beispiel das L-Tryptophan. Das L-Tryptophan, das gibt es dann wiederum, das ist ja eine Aminosäure, das gibt es dann wiederum in Eiern, in Nüssen, in Hülsenfrüchten, ETC, in Hafer und Bananen. Und jetzt mal so, auch wieder ein bisschen humorvoll. Also wenn ich mich im Frühling mit einem Bananennusshake irgendwo in die Sonne setze. Ein Bananennusshake. Ja, genau, der Bananennusshake. Mit einer würzigen Einote. Dann betreibe ich quasi legales Bio-Hacking. Boah, Bananen.
SPEAKER_04Bananennusshake. Ein Bananennuss-Eye-Shake.
SPEAKER_01Jetzt wisst ihr auch, warum die Smoothie-Bars im Frühjahr immer so voll sind. Ja, und dann wenn diese Bananennuss-Eier Shake kommt, dann haben wir es auf jeden Fall. Aber finde ich gut, genau.
SPEAKER_02Bananennuss-Eyershake ist doch nicht so schlecht, oder? Genau. Und dann nur mit Badehose in die Sonne.
SPEAKER_04Aber ich meine, die kritische Realität sieht doch anders aus, oder? Also jetzt mal ganz klar. Also das meiste, du bist einfach nicht in Love. Also wir haben ja hier, ist das Liebe oder doch nur gutes Wetter. Also mehr Licht, ja, bessere Stimmung. Glut gehe ich mit. Menschen wirken aber auch dann attraktiver in besserem Licht. Aber real ist das natürlich nicht so. Mehr Außenleben, mehr Optionen, mehr Projektionen. Also es passiert natürlich mehr. Du hast mehr die Möglichkeiten, in Kontakt zu treten mit anderen. Also so mehr Energie, mehr Impuls, weniger Filter. Das glaube ich ist schon so. Aber es ist am Ende, was sich tief anfühlt, ist für mich nur eine verstärkte Wahrnehmung. Ja, klar. Nur eine verstärkte Wahrnehmung. Also Liebe, Lust und Dope.
SPEAKER_02Na gut, und du hast, also wenn die Sonne so richtig hell ist, kannst du auch nichts mehr auf deinem Smartphone erkennen.
SPEAKER_04Du kannst nichts mehr erkennen. Kannst du nicht mehr hier Digital mussten analog.
SPEAKER_02Da musst du mit Leuten machen.
SPEAKER_04Ja, musst du machen.
SPEAKER_01Also, finde ich schon. Naja, doch, die Liebe springt doch stärker an. Aber es ist ein relativ einfacher Effekt. Wir haben eine optische Täuschung.
SPEAKER_04Genau, also ich finde, der Frühling erfindet auch gar nichts, der übertreibt einfach nur. Der übertreibt. Ja, das kann ich schlecht.
SPEAKER_01Aber wenn man sich jetzt die ernsthafte Frage stellt, warum verlieben wir uns im Frühling? Warum nicht im Winter? Das stimmt ja in der Form erstmal.
SPEAKER_04Frühling öffnet dein Herz, romantisch.
SPEAKER_01Ja, naja, aber im Winter, wir müssen mal den Menschen runterbrechen auf seine Reize, auf seine sinnhaften Reize. Okay. So, wenn ich jetzt draußen bin und es ist Winter, dann sind die Menschen dick eingepackt in Wintermänteletizik.
SPEAKER_04Ja, aber das ist es doch, Holger. Wenn der Frühling dein Herz nicht öffnet, dann öffnet er es auch nicht im Winter. Wenn das aber offen ist, dann ist die Kunst zu merken, was noch da ist, wenn es wieder leiser wird, sprich im Winter. Das ist doch der Punkt.
SPEAKER_01Ja, wobei jetzt im Frühling, wenn die Leute dann in dem Moment tatsächlich mehr Haut zeigen, dann reagiert unser Körper, ja, das ist jetzt wirklich, da sind wir sehr schlicht als Menschen. Das ist auch nicht mit Nachdenken, sondern es ist tatsächlich so, dass wir sagen, okay, ich sehe mehr Haut, ich sehe mehr Mensch, ich habe mehr Reize, also mein Auge empfängt mehr Reize und dann kommen noch die Vogelstimmen dazu und Co. Und all das, diese Komplexität zusammen, hat dann eine Wirkung. Okay. Also eine verstärkende Wirkung. Heißt nicht, dass wir uns sonst in anderen Jahreszeiten nicht mehr. Also die Bühne, doch die Bühne.
SPEAKER_04Der Frühling bietet die Bühne.
SPEAKER_01Ein Stück weit, ja, klar. Das ist mehr Haut, mehr Farbe. Du hast es gerade vorhin gesagt, wir gehen durch den Wald und der ist jetzt nicht mehr einfach nur braun, sondern da kommt jetzt dieses leicht zarte Grün, vielleicht sind noch ein paar Pflänzchen unten, die gerade erblühen und co. Also wir sind mehr Reizen ausgesetzt, im Freien natürlich auch noch und das Hör reagiert darauf wie so eine Einladung.
SPEAKER_02Und wahrscheinlich sind wir emotional wieder im Erstaunen. Ja, definitiv. Es gibt ja so ein schönes Bild zum Erstaunen, was ich total gerne mag, dass es gehe durch die Welt, als würdest du sie zum ersten Mal sehen. Ja, das ist ja tatsächlich. Und so ein bisschen nach dieser Dunkelheit hat das so ein bisschen Gefühl und sie ist natürlich einzigartig dann. Und das, wenn du dann noch, aber wenn du auch dann andere Menschen um dich herumsiehst, ist das natürlich genauso, es ist sehr öffnend.
SPEAKER_04Könnte man dann sagen, also wenn man das mal jetzt projiziert, Frühling, Mai, Juni im Januar, ne? Ich schwöre, im Januar hätte ich sie nicht einmal wahrgenommen. Oder habe ich mich einfach nicht selbst wahrgenommen.
SPEAKER_02Ja, ne? So, jetzt sehen wir. Ich habe mich selbst nicht wahrgenommen. So. So nehme ich. Da kommst du nämlich her. Sehr gesehen. Schön. Aber es steckt ein Poet in dir. Naja. So ein kleiner.
SPEAKER_01Ist ja Frühling. Okay, die Kontaktwahrscheinlichkeit, das kommt jetzt auch nochmal dazu. Dadurch, dass es Frühling ist und dadurch nicht mehr so eisekalt draußen ist, dann habe ich natürlich eine höhere Kontaktwahrscheinlichkeit. Und dann sehe ich auch noch mehr Reize und dann sehe ich auch die Sachen in einem anderen Blick. Winkel, da ich das halt wirklich jetzt anstatt einer grauen Wand sind auf einmal Pflanzen, die sind grün. Also auch da entsteht mit Farbe und so, es ist wirklich so ein kleines Feuerwerk, was da mit uns passiert. Und dann kommt, dass dann doch die Verliebtheit unterstützt wird. Und dann kriegen wir ein Neurococktail. Also dann ist es doch nur gutes Wetter. Ja.
SPEAKER_04Naja, also jetzt kommt mal der geneigte Kritiker hier. Also das fühlt sich alles intensiver an, aber am Ende, Holger, vielleicht interpretiert man da ja einfach nur mehr rein, als da ist. So ein Blick wird plötzlich zu, oh, da ist was zwischen uns. Oder man projiziert einfach viel mehr. Also ich finde, Frühling ist schon die Jahreszeit der Projektionen. In gewisser Hinsicht. Okay. Also fragt mal jetzt, also wenn ihr euch fragt, wann habt ihr euch das letzte Mal safe zu früh in etwas reingesteigert?
SPEAKER_01Wird ja schneller euphorisch.
SPEAKER_02Naja, aber doch, safe zu früh in etwas reingesteigert. Das mache ich eigentlich die ganze Zeit. Das machst du die ganze Zeit.
SPEAKER_04Du bist im Dauerfrühling oder weißt du? Du kriegst das im Dauerfrühling.
SPEAKER_01Okay, sehr schlimm. Also bei mir, genau, bei mir funktioniert das Neurococktail.
SPEAKER_04Also bei mir ist das schon so, dieses Licht draußen, also ich habe zum Beispiel gestern Abend noch auch zum Leitwesen meiner Nachbarn, aber keiner hat sich beschwert, dann tut man es ja trotzdem, ab 18 Uhr den Rasen gemäht. Ab 18 Uhr, nicht vorher. Echt? Und das war ziemlich laut, weil ich das mit dem Motorrasenmäher gemacht habe. Und ich war eine Stunde draußen in der Sonne noch, weil die noch so hoch stand. Ich kam rein und war völlig erfüllt vorm Rasenmähen. Und es roch so schön. Mit frischem Gras.
SPEAKER_02Ja, da hast du diesen stolzen Blick über dein Werk und denkst so, meine Realität.
SPEAKER_01Fantastisch. Hab ich gemacht. Aber ich setze mich lieber mit dem Kaffee dann in den Garten und gucke zu, wie mein Rasenmäherroboter das fährt.
SPEAKER_04Das fährt seit heute Morgen wieder. Den habe ich nämlich auch. Achso. Den habe ich dann nämlich noch stolz programmiert und seit heute fährt er wieder. Ich habe ihn in den Frühlingsmodus versetzt. Die Hobbys eskalieren nicht.
SPEAKER_01Die eskalieren, das ist bei mir bei den letzten Vor. Hast du eigentlich noch Draht gesteuert oder schon so mit GPS und so?
SPEAKER_04Nee, schon noch Draht im Boden. Echt? Also noch The Old School. Es war schon ein bisschen älteres Gerät. Aber er fährt wieder. Und heute Morgen, als er fuhr, habe ich dann beim Kaffee dran gesessen und habe gesagt, ach, wie schön der Robo-Pährt. Aber nein, ich meine, das ist schon so. Ich meine, bei uns Männern ist das aber schon so ein Thema. Also wir sind ja nicht gewöhnt oder gewohnt, über Gefühle aktiv zu reflektieren. Aber im Gefühl, im Frühling kommen die schon schneller, finde ich. Ja. Aber ohne komplette Einordnung. Ich kann die aber nicht einordnen.
SPEAKER_01Da wären das limbische Belohnungssystem da oben und das überschwemmt ja unseren Körper regelrecht durch die ganze Vielzahl.
SPEAKER_04Manchmal noch viel, aber ich verstehe nicht, was ich da so fühle, oder? Nee, manchmal ist es nur dieses Bauchkribbeln. Ja, und man handelt schneller als man denkt. Ja, das stimmt. Leider.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, das ist wie bei den Worten manchmal. Ich glaube, Geschwindigkeit definitiv.
SPEAKER_04Ja, ist aber unseren Emotionen so. Wir haben ja slow und fast.
SPEAKER_02Wir hatten ja vorhin schon gesagt, wir gehen, wir bewegen uns mehr, wir kommen in Bewegung. Und wahrscheinlich treffen wir auch schneller Entscheidungen.
SPEAKER_04Ja, das ist so mein Problem. Eine These sagt, Frühling macht dich emotional, ja, gehe ich mit. Bei mir ist es so, aber nicht automatisch emotional intelligenter. Nö.
SPEAKER_01Euphorie hat ja nicht unbedingt Emotions mit Intelligenz.
SPEAKER_04Also diese schnellen Entscheidungen, manchmal denke ich mir scheiße, hätte ich jetzt mal nicht gemacht.
SPEAKER_02Na gut, jetzt sind wir bei Euphorie. Euphorie kommt aus der Begeisterung, das heißt, eine Emotionen. Motiviert dich, eine extrem schnelle Emotion, die dich für Dinge einfach vollkommen einnimmt. Und dann steigt die Kreativität in hohem Maß. Im Frühling.
SPEAKER_04Rede ich mir alles schön, oder was?
SPEAKER_01Ja. Nee, es gibt ja bei dir Belohnungsareale, die angesprochen werden. Und es gibt tatsächlich Forscher, die das herausgefunden haben, dass Dopamin und Kokain die gleichen Belohnungsareale ansprechen. Das heißt also, du bist da schon in einem etwas anderen Zustand, etwas, dieses Euphorische und dieses vielleicht auch übermotivierte, dieses kribbelige Gefühl, was man ja nicht manchmal immer, oh, was ist hier eigentlich mit mir los? Das findet schon statt. Also es ist ja. Interessanterweise, wenn wir mal auch bei dem Thema Verliebtheit bleiben, wenn du dann in einer akuten Phase deiner Verliebtheit bist, dann sinkt häufig der Serotoninspiegel. Das ist doch krass, oder? Ja, ist krass, ja. Das finde ich auch krass. Ja, und dann wirst du in dem Moment deine Gedanken kreisen, dann permanent um die eine Person, an die du gerade denken musst. Das ist schon fast zwanghaft und der Zustand, der dann biochemisch einer Zwangsstörung ähnelt. Das ist wirklich so. Das ist jetzt mal wirklich auch eine wissenschaftliche Betrachtung darauf. Und da gibt es einen Hirnforscher, Semir Tseki, und der hat es auf den Punkt gebracht, indem er sagt, Liebe ist am Ende eine Form von Obsession. Wow.
SPEAKER_04Oder man könnte sagen, Männer im Frühling fühlen plötzlich alles, verstehen aber gar nichts. Ja. Also ein bisschen vereinfacht.
SPEAKER_02Ja, das ist mal wieder, dass wir das nie gelernt haben. Nein, nie gelernt.
SPEAKER_04Oder die Bild-Zeitung würde Titeln emotionale Verfügbarkeit, jetzt auch saisonal vorhanden. Christian haut heute. Finde ich gut. Also ich bin voll im Modus. Ich fühle mich gerade im Frühlingsmodus. Aber ja, wir haben es nicht gelernt, Christoph.
SPEAKER_02Verwörtern, wie du mal sagst. Das genau. Verwörtern und wir wissen ja nur dann, wenn wir ihnen Worte geben können, können wir damit was machen. Sonst bleibt es immer unklar. Deswegen, dieses Gefühl zu beschreiben. Wahrscheinlich Gut darum, wir sind ja immer wieder auf der Suche nach dem Tipp des Tages. Deswegen, ich übernehme mal bei Christian ja jetzt im Frühjahr die emotionale Intelligenz gerade extrem steigt. Haben wir gehört, gerade nicht wirklich zu Kosten der Rationalität. Übernehme ich mal die Struktur. Mach das mal. Was ist, wenn wir jetzt auf diese Frage gucken, was ist der Tipp des Tages, wenn wir darauf schauen?
SPEAKER_01Als erste, wir haben mit dem Mythos aufgeräumt. Männer, diese Frühlungsgefühle, das ist ein Mythos, der funktioniert nicht so, wie ihr es glaubt. Es ist nicht, dass der Sostrohung. Punkt. So. Es gibt andere Gründe und was das Thema grundsätzlich Gefühle betrifft, ist, wenn man Offenheit zeigt, wenn man Nähe zeigt und Co., das ist so der Tipp des Tages, verliebt sein kann zu jeder Zeit stattfinden. Zu jeder Jahreszeit.
SPEAKER_04Ja, aber biologisch bist du im Frühling eher darauf gepolt. Stärker. Stärker. Das ist bewiesen. Das ist korrekt. Das ist bewiesen. Ja. Es geht Schuling zu. Du fühlst nicht unbedingt mehr, aber du bist biologisch da, so drauf programmiert.
SPEAKER_01Wenn das Lächeln und Co. alles eine Rolle spielt, jetzt stehe ich mal eine ganz blöde Hypothese auf. Wenn ich jetzt anfange, im Herbst so zu tun, als wenn Frühling wäre, habe ich dann auch so eine Wirkung? Tja. Erreiche ich damit die gleiche Wirkung? Entschuldigung.
SPEAKER_04Also in unseren Breiten vermutlich nicht.
SPEAKER_02Also wenn du sagst, ich fühle mich heute total Frühling-isch. Frühling-isch. Frühling im Herbst. Und du kannst dieses Gefühl wirklich in dir aufbauen, dann fehlt das, dann fehlt das Sonnenlicht. Ja, das fehlt. Also das fehlt.
SPEAKER_01Kannst du das faken? Ja, wenn so ein richtig toller Alt-Waibersoma ist. Oder Leute, die ja im Winter flüchten in Richtung von Sonneninseln und Co. Kann ich in dem Moment dann bei mir etwas bewirken, was dann, wenn ich zurückkomme auf andere, diese gleiche Wirkung hat? Also ich Gott, der ist ja voller Frühlingsgefühle.
SPEAKER_02Also ich glaube ja sowieso, das haben wir ja schon ein paar Mal gehabt, an die, dass wir in der Lage sind, unsere Gefühle und Emotionen zu konstruieren. Wir gelernt haben. Und das würde ich mir vorstellen. Also ich habe zum Beispiel, wenn ich auf mich selbst gucke, auch überhaupt nie diese Winterdepression, Herbstdepression, kenne ich überhaupt nicht.
SPEAKER_04Doch, ich kenne das, also nicht Depressionen, aber ich weiß, wenn die Zeitumstellung im September oder Ende Oktober ist es, glaube ich, ist der Zeitpunkt von Ende Oktober bis ungefähr kurz vor Weihnachten bei mir. Also bis zur Wintersonnenwende. Am 21. Dezember finde ich eine Katastrophe, diese Zeit. Da ist es superschnell dunkel, da ist es kalt, windig, nass, Regen, Sturm, alles, was ich nicht will. Und eben wenig Tageslicht. Und meistens auch noch hier im Norden eher grau in Grau, statt dass man mal ein bisschen Sonnenlicht hat. Eigentlich gar nicht. Das heißt, du spürst das. Das spüre ich persönlich und das geht mir schon, mir persönlich, also wirklich aufs Gemüt und macht auch was mit mir, nämlich bringt mich ein bisschen mehr in so eine Antriebslosigkeit. Also weniger Energie, weniger Lust auf Neues, weniger irgendwie raus, sowieso nicht. Und das ist übrigens noch zum Tipp des Tages. Draußen Bewegung in der Natur ist auf jeden Fall anzuraten, gerade im Frühling. Das bringt nochmal einen richtigen Booster.
SPEAKER_02Ja klar, genau.
SPEAKER_01Das wäre für mich nicht nur der Frühlingstipp des Tages, das wäre für mich grundsätzlich so. Also am Abend, anstatt nochmal aufs Handy zu schauen, einfach nochmal rausgehen, nochmal spazieren. 15 Minuten, 20 Minuten, diese Bewegung ist unverscheinlich. Also wirklich richtig, richtig gut.
SPEAKER_04Und nochmal zum Fühlen, Christoph, also das hatten wir ja eben schon mal. Also ich finde, der Frühling zeigt dir nicht, wen du liebst, sondern wie sehr du fühlen kannst. Wow. Ja, das ist doch so. Fühl mal in dich rein, das ist so.
SPEAKER_02Das heißt, du kriegst die Maximalhöhe, auf die du kommst.
SPEAKER_04Ja, denke ich schon. Also ich merke das. Bei mir steigt das massiv hoch. Krass.
SPEAKER_02Das ist cool. Ich freue mich immer drauf auf diese Zeit. Was ich halt jetzt immer so denke, dieses, was ich vorhin schon mal gesagt habe, diese Länder, wo du diese Differenzierung gar nicht hast. Ja, also krass. Ich habe mal auf einer dieser Sonneninseln mit einer Frau gesprochen, die aus Deutschland kam, sie meint, was sie wirklich vermisst, sind die Jahreszeiten. Ich kann das glauben. Obwohl sie eigentlich die ganze Zeit im Sommer ist. Im Sommer ist, ja. Und doch fehlt das. Und das ist vielleicht genau so ein Ding, dass du genau, wenn der Unterschied fehlt, dann kannst du genau dieses.
SPEAKER_01Kannst du es nicht mehr bewerten. Und auch nicht erleben. Genau. Also wenn ich den Unterschied nicht mehr habe zwischen Tag und Nacht, dann ist es dauerhaft Tag, dann geht nicht. Funktioniert nicht.
SPEAKER_02Also deswegen eigentlich muss man sich gerade in dieser Zeit mal so richtig darauf einlassen. Ja, mit Freude. Mit unserer puren Freude, die Verbundenheitsemotion. Und Enthusiasmus, dieses Gespür zu kriegen, was kann ich eigentlich fühlen.
SPEAKER_04Und das Erstaunen dabei noch mitzunehmen.
SPEAKER_01Also an alle höre, geht raus, tankt Sonne, produziert damit Vitamin D, esst Tryptophanreich, denkt an den Bananen, Bananen, Nuss, Eier, Smoothie. Und ein ganz besonderer Tipp von uns dreien, und das hört ihr ja vielleicht auch an unseren Stimmen, lächelt einfach mal wieder jemanden an. Das hilft auch.
SPEAKER_04Und ein Lächeln erzeugt unreflektiert in aller Regel ein Gegenlächeln, ein Zootlächel. Das ist nämlich eine menschliche Reaktion. Im Unterbewussten. Können wir nicht steuern.
SPEAKER_02Wir spiegeln uns immer wieder. Wir spiegeln uns immer wieder.
SPEAKER_04Wunderbar.
SPEAKER_01Ja, super. Also genießt den Frühling. Genau, genieße den Frühling. Viel Spaß dabei. Ich weiß aber. Wohin sollen sie schreiben, Christian?
SPEAKER_04Ja, ach so, bleibt uns gewogen. Auch im Frühling. Gerne an infoerd3-podcast.de oder Globe of Emotions oder auf LinkedIn. Genau. Oder sonst wo.
SPEAKER_02Und deswegen, liebe Leute. Ah, da ist du. Jetzt hast du doch noch gebracht, die lieben Leute.
SPEAKER_01Statt am Anfang an.
SPEAKER_04Jetzt habt ihr mich wirklich überrascht. Und das ist sagen, erstaunt. Sehr schön.
SPEAKER_01Vielen Dank, da ist es. Ciao. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid.
SPEAKER_02Wir freuen uns auf euer Feedback auf www.3m-podcast.de Und sollte es Themen geben, die euch so sehr interessieren, dass ihr sagt, könnt ihr die nicht mal in eurem Podcast diskutieren, schreibt uns eine Mail an info.de
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