3 Männer Podcast

#52 Gute Entscheidung: Kopf gegen Bauch – wer gewinnt wirklich?

Christoph Theile, Holger Liekefett, Christian Sega Season 3 Episode 52

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Folge 52 – Gute Entscheidung: Kopf gegen Bauch – wer gewinnt wirklich?

Anlass war das Hamburger Olympia-Referendum: eine Entscheidung von Millionen Wählenden – und der perfekte Einstieg in eine Folge über das, was eigentlich passiert, wenn wir uns entscheiden. Christoph, Holger und Christian räumen mit dem Märchen vom rein rationalen Menschen auf und zeigen, warum es keine Entscheidung ohne Emotion gibt. Statt Kahneman noch einmal zu bemühen, holen sie andere Basics hervor – und stellen die zentrale These auf: Die meisten Fehlentscheidungen entstehen nicht, weil wir zu emotional sind, sondern weil wir unseren Emotionen das falsche Gewicht geben.

🧠 Denkfehler vs. Fühlfehler – warum beide Seiten zählen und die rationale Entscheidung ein Märchen ist

⚖️ Die Frage der Kalibrierung – Angst, Begeisterung, Reuevermeidung: Welche Lautstärke geben wir welcher Emotion?

🍓 Das Paradoxon der Wahl (Barry Schwartz) – warum eine riesige Marmeladen-Auswahl neugierig macht, aber das Kaufen verhindert – und was das mit Netflix zu tun hat

🤍 Globe of Emotions im Entscheidungsmodus – Freude schlägt Ekel (Stichwort Schokolade), Verachtung für Klarheit und Abgrenzung, und warum Angst aus Furcht + Ekel die Entscheidung blockiert

🕰️ Erfahrung formt Entscheidungen (Damasio) – warum ein jüngerer Mensch anders entscheidet als ein älterer, und wie aus 20 Jahren Sicherheit Charakter wird

🥪 Müde vs. wach – die Studie zu Richtern und ihren Entscheidungen vor und nach der Pause: müde entscheiden wir nach Bewährtem, wach mit Mut

🎯 Entscheidungsreife (Herbert A. Simon) – der reife Entscheider behandelt Emotionen als Hypothese über die Realität: überprüfen, aber nicht blind befolgen

💡 Tipp des Tages: Frag dich nicht nur „Was denke ich?", sondern „Warum hat dieses Gefühl gerade so viel Gewicht?" Viele prüfen ihre Argumente – wenige die Gewichtung ihrer Emotionen. Gute Entscheidungen entstehen nicht dadurch, dass man Gefühle ignoriert, sondern dass man ihre Lautstärke richtig einstellt. Und: bei wichtigen Entscheidungen einfach mal innehalten.

🛠️ Unsere Empfehlung: Macht den kostenlosen EQ-Test auf globeofemotions.com (ca. 10 Minuten, kein Spam). Er zeigt euch eure Präferenzen über die sieben Basisemotionen im Norden und Süden des Globe – und damit, aus welcher Emotion heraus ihr eure Entscheidungen am ehesten trefft. Wir freuen uns über euer Feedback!

💬 Zitat der Folge: „Gute Entscheidungen entstehen oft nicht dadurch, dass man die Gefühle ignoriert, sondern dass man ihre Lautstärke richtig einstellt."

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Das Buch zum Thema Emotionen mit dem Globe of Emotions: "Denken wir noch oder fühlen wir schon" von Christoph Theile und  Nadja Kahn

Schickt uns Eure Wünsche und Feedbacks an info@3M-podcast.com

SPEAKER_00

Die beste Entscheidung schwere Frage.

SPEAKER_02

Finde ich auch, ja.

SPEAKER_03

Also wirklich eine schwere Frage. Wie wäre es, wenn der Mensch rein rational wäre, dass wir in Daphne leben?

SPEAKER_02

Ja, das ist das Paradoxon der Wahl. Berry Schwarz hat das ja mal beschrieben. Und in dem Moment, wenn wir zu viele Optionen haben, dann sind wir auf einmal verunsichert. Herzlich willkommen zum Drei Männer-Podcast.

SPEAKER_01

Der Podcast über Emotionen und Dinge, die uns bewegen. Immer mit dabei Christoph Teile, Holger Lickefett und Christian Seger. Und häufig spannende Gäste.

SPEAKER_00

Einen wunderschönen guten Nachmittag, ihr netten Menschen da draußen. Christoph hat nämlich verboten, hallo liebe Leute zu sagen.

SPEAKER_03

Genau. Wunderbar. Also wir sehen schon mal, der Christian ist mit dabei.

SPEAKER_00

Ja, und der Christoph ist auch dabei. Der Holger, hier. Hi, Mensch. Da sind wir wieder mit einer neuen Folge unseres drei Männer-Podcasts. Heute wirklich mit einem aktuellen Anlass. Der hat uns gestern die Vorlage geliefert, dieser Anlass. Wir sind ja hier bekanntermaßen in Hamburg und vielleicht hat der eine die andere mitbekommen, wir hatten ja hier so ein Olympiareferendum. Und die Bevölkerung der Stadt Hamburg hat sich gegen Olympia entschieden. So, das ist jetzt erstmal Fakt. Wir wollen das gar nicht bewerten, aber wir haben uns gefragt, und das ist so ein bisschen die Überleitung, Einleitung, Hinleitung zur aktuellen Folge, es ging ja hier um eine Entscheidung von uns Wählenden. Und deshalb haben wir gesagt, wir machen heute mal eine Folge über Entscheidungen und natürlich unser Lieblingsthema, die Emotionen. Deshalb heißt die heutige Folge: Haltet euch fest. Also, gute Entscheidung, gute Entscheidung, Doppelpunkt. Kopf gegen Bauch. Wer gewinnt wirklich? Kopf gegen Bauch, wer gewinnt wirklich? Gute Entscheidung, Doppelpunch. So, und wir haben wie immer natürlich ein paar Studien dabei, da kommen wir gleich nochmal zu. Unter anderem finde ich ja sehr spannend die Marmeladenbrotheorie oder wie auch immer sie heißt. Und noch ein paar andere. Aber um mal ins Thema reinzuhalten. Das Paradoxon meinst du? Das Paradoxon, genau, haben wir uns ein bisschen was zum Thema auch Entscheidung angeschaut. Das müssen wir natürlich machen. Und da wollen wir nicht wieder auf Karneman gehen, sondern wir haben so ein paar andere Basics rausgesucht.

SPEAKER_02

Ja klar. Naja, und so können unsere Hörer mal ein bisschen besser verstehen, die Rolle von Emotionen im Thema Entscheidung. Vielleicht auch die klassischen Denkfehler, die dabei passieren und dass man vielleicht auch ganz zum Schluss so ein paar praktische Werkzeuge für möglicherweise bessere Entscheidungen.

SPEAKER_03

Jetzt haben wir natürlich ein neues Wort, können wir kreieren. Denkfehler gegen Fühlfehler.

SPEAKER_01

Ja, der ist schön.

SPEAKER_00

Und das ist jetzt wieder die Verwörterung, Christoph.

SPEAKER_01

Die Verwörterung. Denkfehler gegen Fühlfehler.

SPEAKER_02

Ja, gefällt mir. Können wir mal gucken, wo wir da heute hinkommen. Boah, was ist das heute für eine kreative Runde? Das ist ja faszinierend. Na gut. Aber ich möchte ganz gerne mit euch starten, indem ich euch einfach mal so eine schöne Frage oder ein paar Fragen stelle. Okay. Nämlich zum Thema Entscheidung.

SPEAKER_03

Christoph. Also um es ganz ehrlich zu sein, wir kennen die noch nicht. Ich habe so ein bisschen Muffe gerade.

SPEAKER_02

Ihr müsst jetzt wirklich sehr spontan sein. Wir müssen stark sein. Sehr stark. Okay, alles klar. Und ich muss anfangen. Ja, du darfst anfangen. Vielleicht ein bisschen zu hart, aber was war die möglicherweise beste oder besten Entscheidungen in deinem Leben?

SPEAKER_03

Also wenn ich da drauf schaue, es gab diesen einen Moment, ich habe den schon mal erzählt, die Entscheidung, den Unternehmenskontext zu verlassen. Und das war einfach extrem impulsiv. Ich glaube, ich kann mich noch heute daran erinnern, ich habe ein Buch in der Hand, ich habe ein Buch geschenkt bekommen, wenn der Job dich krank macht. Und dann habe ich mir dieses Buch angeguckt, habe mich hingesetzt, habe die Kündigung geschrieben und meinem Chef auf den Tisch gelegt. Wirklich direkt. Direkt, total impulsiv. Total impulsiv. Und habe gesagt, jetzt reicht's. Kann ich mehr. Und diese Entscheidung, also alle hinterher, meine ganze Umgebung war natürlich vollkommen entsetzt. Wie kannst du nur? Weißt du, Frau, Haus, Kind, Hintergrund und der Reichen. Und ich habe gesagt, ach, wird schon. Und das war wirklich eine klassische Bauchentscheidung, würde ich sie nennen. Und auch im Nachhinein eine von den richtig guten.

SPEAKER_02

Okay, wow.

SPEAKER_03

Die nehmen wir mal.

SPEAKER_02

Ja, die irgendwie hört sich sehr gut an. Wie schaut es bei dir aus? Die beste Entscheidung. Boah, schwere Frage. Finde ich auch, ja. Also wirklich eine schwere Frage. Also beruflich, privat, whatever. Deshalb, also die eine vielleicht beste Entscheidung gibt es gar nicht mehr.

SPEAKER_00

Ja, das glaube ich auch nicht, genau. Mehrere gute Entscheidungen. Tja, das ist. Also bei Christoph war es sozusagen das Verlassen, aus der Situation abhängig beschäftigt zu sein. Und ich denke, bei mir war es tatsächlich genau das Gegenteil. Ich habe mich sehr früh nach meinem Studium mit der Frage beschäftigt, will ich das ein Leben lang abhängig beschäftigt zu sein oder nicht. Aber nicht, weil ich die Idee hatte, sondern weil das irgendwie so in meinem Umfeld an mich herangetragen worden ist. Willst du abhängig beschäftigt sein oder möchtest du dich irgendwann mal selbstständig machen? Und das war natürlich auch mit Anfang 30 eine recht große Entscheidung. Und ich hatte dann ein paar Leute in meinem Umfeld, die das befeuert haben, positiv befeuert haben. Und ich habe mich dann tatsächlich mit Anfang 30 relativ schnell selbstständig gemacht. Und das war, wenn ich heute zurückschaue auf mein Leben, und ich habe jetzt ziemlich genau 30 Jahre Berufsleben auf dem Buckel, war das eine sehr gute Entscheidung. Trotz aller Höhen und Tiefen. Und es war nicht immer nur alles positiv.

SPEAKER_02

Also 30 Jahre.

SPEAKER_00

Selbstständig etwa 25 und insgesamt 30 Jahre Berufsleben.

SPEAKER_03

Also das teile ich natürlich. Also das ging natürlich dann rauf und runter.

SPEAKER_00

Natürlich geht das rauf und runter. Aber die grundsätzliche Entscheidung zu treffen, war schon ein großer Schritt und ich wusste nicht, was passiert.

SPEAKER_03

Aber du hast einen schönen Begriff da reingebracht, bevor wir zu Holger kommen. Nein, nein, nein. Allein, wenn ich diesen Begriff abhängig beschäftigt höre, dann gehen bei mir ja schon die Nackenhaare hoch. Ist ja häufig so. Ja, aber allein der Begriff ist schwierig.

SPEAKER_00

Einigermaßen fremdbestimmt.

SPEAKER_02

Genau, die Menschen fühlen sich ja genau so dann. So ist das, ja. Genau, interessant. Das ist ein Gefühl, ja. Konnte ich jetzt genug ablenken. So, genau. Also sogar, wie war deine denn? Eine meiner besten Entscheidungen, die war, da war ich ungefähr 25 durch einen dramatischen Fall in meinem Umfeld. Ein Mitschüler ist verstorben und ich habe mich dann an etwas erinnert, was meine Oma mir mal gesagt hat, als ich 16 war. Und sie sagte zu mir, ich soll mal so viele Dinge nicht so kompliziert und so hart nehmen und so weiter. Und dann sagt sie, Holger, vergiss nicht, jeder Tag ist ein neues, kleines Leben. Und das wurde zu meinem Lebensmotto. Und diese Entscheidung zu treffen und damit weniger in der Vergangenheit oder der Vergangenheit nachzuhängen, mehr im Heute, hier und jetzt zu sein. Das hat sich bei mir recht früh ergeben. Und dieser Fokus, nicht dieses Abgelenkt und jetzt bin ich in tausend Baustellen, sondern dass ich wirklich im Hier und Jetzt bin oder jetzt, in diesem Podcast. Ich denke jetzt nicht an, was muss ich nachher noch machen, was habe ich heute Morgen vergessen.

SPEAKER_03

Dieses Hiersein, Jetztsein, das hat mir sehr weitergeholfen. Schöner Satz, der hat, der spielt voll gegen Nachtragend. Da kannst du nicht mehr nachtragend sein. Geht nicht. Ist ja cool.

SPEAKER_02

Aber ich ändere ja dadurch nichts. Das ist halt einfach dieses Begreifen, wenn ich nochmal auf das eingehen darf, was jetzt ein Christian uns ja vorhin gesagt hat mit dem Olympiareferendum. Es gibt jetzt unzählige Posts im Social Media Bereich. Und die sind, finde ich, in Anführungsstrichen nachtragend. Die ändern nichts an der Entscheidung. Die Entscheidung ist so getroffen worden. Wir können sie bedauern, wir können sie beglückwünschen, whatever. Aber wir ändern nichts mehr dran. Und deshalb einfach mal eine Entscheidung einfach so hinnehmen, wie sie ist. Punkt.

SPEAKER_00

So, die Frage ist aber jetzt in dem Kontext, wir haben alle entschieden und innerhalb unserer Entscheidung, das unterstellen wir jetzt mal, sind auch viele Emotionen im Spiel. Oh ja. Und wir haben ja nun hier zwei Felder, auch Wissenschaftsfelder, die so ein bisschen aufeinanderprallen. Nämlich die Entscheidungstheorie und die Entscheidungsforschung als eine Seite und die andere Seite zunehmend auch in der Neurowissenschaft erforscht, ist die Emotionenlehre. So, und jetzt haben wir die Kombination aus beiden, weil wir sagen, keine Entscheidung ohne Emotionen oder ohne Emotionen keine Entscheidung. Und wieso schlägt das Pendel für Ja oder Nein aus, im Fall jetzt von Olympia, oder auch bei anderen großen Entscheidungen? Wie gehen wir davor? Und das ist der Kontext dieser Folge so ein bisschen, weil wir uns gefragt haben, welchen Stellenwert haben denn jetzt unsere Emotionen in dem Modell der Entscheidung? Die klassische Entscheidungstheorie sagt eigentlich erstmal nach Kahnemann und Co., Entscheidungen sind Präferenzen.

SPEAKER_02

Das ist aber nicht mehr ganz so richtig. Richtig. Deshalb müssten wir mit dem Märchen von dem rationalen Menschen ein wenig aufrufen. Genau. Ja, das ist so. Das ist wirklich Grimmlassen Grüßen. Das ist ein Märchen bei diesen rationalen Menschen.

SPEAKER_03

Nee, genau, da würden wir auch sofort sagen, nee, kann auch gar nicht sein. Nee. Denn drehen wir es mal um. Wie wäre es, wenn der Mensch rein rational wäre, was wäre denn das für ein Leben? Gott, oh Gott.

SPEAKER_02

Also für mich überhaupt nicht vorstellbar. Nee, genau. Das wäre vollkommen dramatisch.

SPEAKER_00

Und deshalb nochmal, ne? Also, wir haben uns ja ein bisschen im Vorfeld mit den Kriterien hier auch befasst. Und wir haben so das Thema, wenn man so mal so unterstellt, also es gibt viele Entscheidungen. Es gibt vielleicht auch viele schlechte Entscheidungen. Es gibt aber auch gute Entscheidungen. Aber die meisten Entscheidungen entstehen eben nicht, weil die Menschen zu emotional sind, sondern weil sie unseren eigenen Emotionen das falsche Gewicht geben. Also beispielsweise, Angst wird oft übergewichtet. Chancen werden daher nicht genutzt, könnte man meinen. Begeisterung wird aber auch übergewichtet, Risiken werden komplett ignoriert. Oder kurzfristige Erleichterung in bestimmten Themen, was auch immer, wird höher bewertet als langfristiger Nutzen. Oder, das fand ich am besten, haben wir ein bisschen recherchiert, Reuevermeidung dominiert die Entscheidung, obwohl objektiv, objektiv eine andere Option besser gewesen wäre. Reue Entscheidung. Reue Entscheidung.

SPEAKER_03

Also Reue Vermeidung, ne? Ich habe jetzt gerade so ein Schokoladending vor mir. Also die Reue zur Schokolade zu greifen. Ja. Auf die langfristige, in Bezug auf die langfristige Wirkung. Ja.

SPEAKER_01

Naja. Ja, gut.

SPEAKER_02

Ich habe leider trotz entschieden, das brauche ich jetzt.

SPEAKER_00

So, und wenn wir mal auf unser Emotionenmodell gucken, wir haben ja im Globe haben wir ja sieben Basisemotionen. Wir haben hier, was weiß ich, das haben wir ja anfangs gesprochen. Ganz interessant ist, wir haben den Ekel. Das ist ja so unsere Gesundheitsemotion. Und komplementär, sozusagen genau gegenüberliegt, ist die Freude. So, und wenn du dein Schokoladenbeispiel nochmal nimmst, kommt mir gerade so.

SPEAKER_03

Vielleicht ganz kurz, ich springe da mal rein. Komplementär, der Komplementär ist praktisch der Unterstützer der Emotion. Und wenn der Komplementär hochgeht, also die Freude. Die Freude hochgeht, dann sinkt der Ekel. Und der Ekel ist ja die Gesundheits- und Widerstandsel. Das heißt, der Widerstand gegen die Schokolade geht verloren.

SPEAKER_00

Obwohl rational ist natürlich, jeder weiß, dass wenn die voller Zucker ist, natürlich total ungesund. Ja, das sei denn jetzt 100% Kakaoschokolade, aber das essen die seltensten. Ich musste jetzt so viel nachdenken und ich habe jetzt so viel Energie vor, ich brauche jetzt das einfach.

SPEAKER_03

Genau, ich rede mir das jetzt schon. Genau. Ja, das ist genau. Ein Stück weit Kompensation. Und wir haben, lass uns einmal auf die Bewegung des Ekels schauen. Der Ekel schaut weg. Schaut weg. Wendet sich das ab. Der guckt dann nämlich nicht hin auf den Zucker. Und die Freude holt sich die Befriedigung. Freude schlägt Ekel. Freude schlägt Ekel.

SPEAKER_00

Freude schlägt Ekel.

SPEAKER_03

Ah, das ist ein schönes Schön.

SPEAKER_00

Also super, finde ich super spannend.

SPEAKER_03

Aber nur wenn es um uns selbst geht. Das stimmt. Wir müssen naja aber. Ja. Lass uns nochmal kurz einen Schritt zurückgehen. Ich mir ist gerade noch so ein Gedanken gekommen, den ich nochmal teilen will. Dieses Thema Entscheidung und Olympia ist im Sinne ja keine wirkliche Entscheidung. Denn ich weiß nicht, wie viele Leute da jetzt teilgenommen haben an der Entscheidung. 50 Prozent, glaube ich. Also lass es zwei Millionen sein, lass es eine Million sein. So, wenn es eine Million sind, dann ist meine Entscheidung ein Millionstel.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_03

Also damit kann ich auch gar nicht. Also damit kann ich ja gar nicht sauer sein, wenn es jetzt wie auch immer ausfällt, weil die Macht meiner Entscheidung ist, ja geht ja gegen null. Genau. Oder?

SPEAKER_00

Ja, damit sprichst du natürlich etwas aus, was im mathematischen Sinne vollkommen korrekt ist. Jetzt haben wir natürlich hier sozusagen das Massenphänomen. Wir haben, glaube ich, in dieser Entscheidung wahlberechtigt waren, soweit ich das richtig gelesen habe, alle wahlberechtigten Personen, Einwohner Hamburgs ab 16 Jahre. Das waren, glaube ich, so um die, weiß ich nicht, ob es eine Million war, nicht, ich glaube, es sind weniger, deutlich weniger. Aber die Wahlbeteiligung, also tatsächlich abgestimmt, haben, glaube ich, auch nur 50 Prozent der Wahlberechtigten. So, das heißt also schon mal eine andere Hälfte ist schweigend und ist nicht zur Wahl gegangen. Die akzeptieren das Ergebnis. Genau. Auch eine Entscheidung. Ist auch eine Entscheidung, klar. Das ist ja wie bei Wahlen auch, also im politischen System ist das ja genauso. Und jetzt natürlich zu sagen, okay, ein Millionstel, wenn ich jetzt von einer Million ausgehe, naja, gut, was ist, hat das für einen Impact? Natürlich nicht. Klar. Aber insgesamt ist ja eher die Frage nicht das Millionstel, sondern wieso ja oder nein. Und das ist ja dann eher wieder eine emotionale, schrägstrich, rationale Frage, Fragezeichen. Ja, genau, jetzt kommen wir zum ja zu den ganzen Auswirkungen, den Thesen dahinter und so weiter und die Bilder, die da entstehen und was hat das, was macht das mit mir und will ich das und wenn ja, warum und wenn nein, warum eben nicht?

SPEAKER_03

Ja, genau. Und die wir waren ja gerade auf der Globe-Seite und wenn wir auf den Globe gucken, sagen wir, es gibt eine Emotion und die steht für Klarheit und steht für Abgrenzung. Ja, und die Verachtung. Und damit treffen wir die Entscheidung.

SPEAKER_00

Ja, ist die Frage der Gewichtung, weil es gibt eine interessante Theorie, die ich ganz interessant finde, nämlich dieser Nutzen. Also wenn du eine Entscheidung triffst für Olympia in dem Beispiel, dann vielleicht verbindest du damit irgendwas. Einen künftigen Nutzen. Was auch immer. Wenn du eine Entscheidung gegen Olympia triffst, hast du auch einen Nutzen davon, der nur anders bewertet ist in deiner Welt. Aber die einzelnen Kriterien, die Faktoren, die wir heranziehen, die sind unterschiedlich gewichtet. Also die einen könnten sagen, wir haben die Angst übergewichtet und andere sagen, die Freude ist übergewichtet. Also wenn du so einfache Mathematik, hast du eine Funktion mit ein paar Variablen und eben unseren Emotionen. Und dann kannst du sagen, ich gebe 10%, gebe ich dir Freude. Dann bist du eher auf der Gegenseite. Wenn du der Freude aber 80% geben würdest, dann bist du eher so auf der Positivseite. Ja, genau. Gemeinschaft. Gemeinschaft und ich mache Spaß und Sport und alles.

SPEAKER_03

Also alles glücklich. Es kommen ganz viele Menschen nach Hamburg und wunderbar.

SPEAKER_00

Also man spricht davon, dass es so eine Frage der Kalibrierung ist. Also welche Gewichtung geben wir unseren Emotionen? Und das passiert schon, glaube ich. Ob nun bewusst oder unbewusst. Wenn es unbewusst passiert, was oft der Fall ist, ist es schwierig, weil hinterher bedauern wir auch Dinge. Ich gebe mal als Beispiel Jobwechsel, um es ein bisschen plastischer zu machen. Also objektiv betrachtet könnte man sagen, okay, wenn ich jetzt ein Jobwechsel, habe ich 20% mehr Gehalt zum Beispiel. Ich habe bessere Entwicklungsmöglichkeiten und ich habe vielleicht auch ein interessanteres Umfeld. So, subjektiv habe ich aber jetzt vielleicht die Angst vorm Scheitern und auch den Verlust vertrauter Kollegen und meines Umfelds. Also wenn die Angst jetzt ein Gewicht von 80% hätte in meiner Entscheidung und alle anderen Faktoren nur 20, ist klar, ich werde nicht gehen, bleibe. Aber die Frage lautet nicht, ob die Angst irrational ist, sondern entspricht dieses Gewicht dann der tatsächlichen Bedeutung des Risikos, was ich eingehen würde, wenn ich wechseln würde. Und da sind wir ja schon wieder in der Entscheidungslehre.

SPEAKER_02

Da Angst ja sogar noch eine besondere Zusammenkunft ist von zwei Emotionen, also von dem Bedürfnis der Sicherheit, Furcht und dem Ekel, haben wir ja hier das Thema, dass dann eine höhere Steuerung stattfindet. Und das führt dann tatsächlich, also bei einer Angst führt es wirklich, ich treffe jetzt keine Entscheidung, ich vermeide es, eine Entscheidung zu treffen. Da habe ich Angst vor.

SPEAKER_00

Ja, und jetzt kommt noch ein, absolut richtig, jetzt kommt noch ein Effekt hinzu, den hat Damasio, den haben wir ja auch schon mal gehabt, Dr. Damasio rausgefunden, der sagt, wir entscheiden auch noch anders, weil wir auch über die Jahre noch mehr Erfahrung haben. Also das würde bedeuten, ein jüngerer Mensch würde anders entscheiden, im selben Entscheidungsszenario als wir im Zweifel, die ein bisschen älter sind. Ist das so? Damasio sagt ja.

SPEAKER_02

Ja, neurowissenschaftlich kann ich das nachvollziehen, ja. Absolut. Absolut. Weil du, du hast ja eine Prägung, du hast eine Entwicklung und die wirkt sich dann immer auf die neue Lebensphase aus, dass du dann in dem Fall andere Entscheidungen triffst auf Basis deiner Erfahrung. Das heißt also nochmal, da siehst du wieder die Verknüpfung, Emotionen sind die Voraussetzungen für Entscheidungen.

SPEAKER_03

Jetzt gucke ich mal auf meine eigene Geschichte. Ich habe, bevor ich mich dagegen entschieden habe, abhängig zu sein, habe ich viele Jobs gehabt und habe alle zwei Jahre meinen Job gewechselt. Ja. Bei mir, weil ich einfach, mir wurde zu schnell langweilig, habe gedacht, okay, habe ich weiter, was geht, was geht, was geht. So, jetzt, wenn ich jetzt auf die Erfahrung schaue, hat mein System gelernt, alle zwei Jahre ist ein guter Abstand. Dann habe ich das meistens erfüllt und mein System hat mir gesagt, es ist immer besser geworden. So, das habe ich locker sechs oder siebenmal gemacht. So, damit habe ich die Erfahrung, damit komme ich auch, wie dieses, mein Emotionssystem hat also abgespeichert, Wechsel ist gut. Kann ich als junger Mensch ja nicht haben.

SPEAKER_00

Was sagst du denn den Leuten, gemessen an deiner Erfahrung, die jetzt 20 Jahre im selben Betrieb gewesen sind? Die sagen auch, meine Erfahrung sagt, das ist super.

SPEAKER_03

Ganz genau. Nicht zu wechseln. Ganz genau. Und die haben dann auch genau dieses Thema, also wir haben ja einen Grundsatz mit der Emotionenarbeit und zwar mit den langsamen Emotionen. Wir reden nicht über die Effekte dieser schnellen Dinger, sondern wenn du sagst, eine Emotion bestimmt mein Leben, sie formen meinen Charakter. Wenn ich also 20 Jahre in der Emotion der Sicherheit lebe und sie bestimmt mein Leben die ganze Zeit, dann ist dann wird sie Charakter.

SPEAKER_00

Aha.

SPEAKER_03

Und dann wird sie so bestimmt für meine Entscheidung sein, dass ich immer in Bewahren erhalten und festhalten bleiben werde. Und bis ich mich dann bewege, wenn ich 20 Jahre da war, dann wird die Unsicherheit so groß. Genau. Und mir fällt einfach jetzt diese eine Studie ein mit den Richtern mit den israelischen Gespräch. Vor und nach dem Mittag aus Israel, die vor und nach dem Mittag unterschiedliche Entscheidungen treffen und da kam ein Ergebnis jetzt raus, das fand ich, das hatte ich so noch nicht gehört. Und das heißt, die haben gesagt, sobald, wenn Müdigkeit kommt, treffe ich meine Entscheidung mit Sicherheit. Wenn ich nicht müde bin, wenn ich also aktiv bin, dann treffe ich meine Entscheidung mit Mut. Mut ist die Emotion der Entschlossenheit, der Dynamik. Sicherheit ist die Emotion der Furcht. So, das heißt, je müder ich bin, umso mehr entscheide ich nach Bewertung. Nach allem, was ich schon, wo meine Erfahrung zieht. Wenn ich aber ganz agil und voller Energie bin, dann hat die hat die Chance, hat die Sicherheit nicht so viele Chancen. Wow. Interessant. Das finde ich als sehr viel Aufsehen erregt, diese Studie, als heißt also, alle Entscheidungen vor dem Mittagessen waren nicht günstig.

SPEAKER_00

Naja, das ist insofern interessant, weil man könnte das ja auch auf der Meta-Ebene als Reifegrad betrachten, also Entscheidungsreife als Kompetenz. Also die Fähigkeit, die eigenen Gewichtungen zu überprüfen. Also nicht nur zu fragen, was fühle ich oder was denke ich, sondern eher zu fragen, warum hat dieses Gefühl, Müdigkeit, gerade so viel Einfluss? Oder ist denn dieser Einfluss überhaupt gerechtfertigt? Würde ich ihnen morgen genauso viel Gewicht geben, wenn ich vielleicht nicht mehr müde bin? Echt? Oder würde, das fand ich ganz interessant, nochmal Meta-Meta-Ebene, also du steigst aus dir raus und guckst von oben auf dich selbst drauf und stellst die Frage, würde eine erfahrene Version von mir selbst dieser Entscheidung genauso viel Gewicht geben? Das finde ich ganz interessant. Also nochmal drauf, von draußen auf dich selbst draufzuschauen. Das ist methodisch natürlich super spannend. Richtig gut. Machen wir ja im Coaching ja oft.

SPEAKER_03

So diese Raustreten-Meta-Ebene auf dich selbst schauen. Und wenn du sagst, jetzt die Erfahrene, also projiziere dich mal ins Alter von 70 Jahren und du schaust zurück und denkst so, wie würdest du es treffen? Also auch eine gute Methode, sich das immer wieder bewusst zu machen. Und jetzt gucken wir, jetzt kommen wir auf diesen wichtigen Punkt. Treffe ich eine Entscheidung oder treffe ich eine Entscheidung und mache mir bewusst, dass ich jetzt eine Entscheidung treffe? Das ist, glaube ich, ein Riesenunterschied.

SPEAKER_00

Ja, und das passt zu dem, was wir an anderer Stelle von einem auch Nobelpreisträger und Ökonomen gelesen haben, Herbert A. Simon, der hat nämlich argumentiert und auch herausgefunden, dass Menschen keine perfekten Optimierer sind. Also, wir haben nur begrenzte Zeit, wir haben auch nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne und wir haben nur eine begrenzte Rechenleistung. Also wir rufen zu wenig ab. Und deshalb ist es so, dass er sagt, ein unreifer Entscheider wird von seinen Emotionen gesteuert. Ein unreifer Entscheider. Ein rein rationalistischer Entscheider, Entscheidungstheorie, auch Kahnemann Co. ignoriert seine Emotionen komplett und würde nur nach rationalen Kriterien entscheiden, was gar nicht so einfach ist, wie wir wissen. Und ein reifer Entscheider behandelt Emotionen als Hypothese über die Realität, die überprüft, aber nicht blind befolgt werden. Und das ist wiederum Erfahrung. Ja, und das finde ich schon ganz spannend, wenn man das mal in dem Kontext sieht, was du gerade beschrieben hast. Das heißt, es geht aber nur über das Innehalten. Es geht nur über das Innehalten, genau. Und das haben wir ja schon öfters gesagt. Auch bei Kaufentscheidungen, Impulse, lieber nochmal den wahren Korb nicht sofort bezahlen.

SPEAKER_03

Dann lass uns doch mal gerade die schon angeteaserte Studie mit den Erdbeeren. Mit den Erdbeeren, genau. Nee, mit den Marmeladen. Paradox. Paradox. Wir haben also einen Versuch gemacht. Sie haben zwei Stände aufgebaut. Ein Stand mit, ich glaube, es waren 26 Marmeladensorten und einen mit 6 oder 24 irgendwas, also wirklich hoch. Und haben dann geguckt, wie ist die Kaufentscheidung, wenn ich eine wirklich riesige Auswahl habe, zu einer kleineren. So, und dann fand ich sehr interessantes Ergebnis, war, dass die Neugier, die dahin zu gehen, war sehr viel größer, je mehr es waren. So, aber die Kaufentscheidung war extrem viel niedriger. Das heißt, wenn du, die Idee war, wenn du es, wenn du das dann probierst, dann kriegst du einen Rabatt, Rabattschein, den du einlösen kannst und dann kannst du dann rabattiert die Marmelade kaufen. Und auf der großen Auswahl sind sie alle nicht zum Kaufen gekommen.

SPEAKER_02

Ja, das ist das Paradoxon der Wahl. Berry Schwarz hat das ja mal beschrieben. Und in dem Moment, wenn wir zu viele Optionen haben, dann sind wir auf einmal verunsichert. Völlig überfordert. Shit, was, was, oh Gott, jetzt so viel. Und das gleiche Phänomen gibt es übrigens auch bei Netflix oder bei anderen Streaming-Diensten. Das heißt, du kriegst dann auf einmal so viele Sachen angeboten und dann nach einer halben Stunde hast du keine Entscheidung getroffen. Dann ist es schon wieder zu spät, um die nächste Serie anzufangen. Also gucken heute Abend gar nichts an. Das ist tatsächlich diese zu große Auswahl erzeugt zwar den Vergleich, ah ja, guck mal, das ging das und hier so viel und so viele Sterne bekommen oder die Auswahl mit mehr oder weniger Zucker und allen drund dran. Aber es erzeugt dann nachher eher Unsicherheit. Und wenn ich die Entscheidung dann doch noch treffen sollte, dann kann es sogar passieren, dass ich dann im Nachgang sage, oh Mist, warum habe ich denn jetzt nicht die Orangenmarmelade genommen? Weil bisher habe ich immer wieder das Gewohnte genommen, die Erdbeermarmelade. Also Reue. Das kommt auch noch da rein.

SPEAKER_03

Und da kommen wir, wenn es unsicher wird, dann zieht also Sicherheit. Und dann zieht nur auf das, was ich schon kenne.

SPEAKER_02

Genau.

SPEAKER_03

Und ich werde nicht mutig die Mango-Maracuja-Zitronen-Fall-Dingenskirchen ausprobieren.

SPEAKER_02

Was für ein Wahnsinn, was soll denn das für ein Fancy-Kram hier? Sehr gut, Werte.

SPEAKER_03

So, jetzt rufe ich. Jetzt gucke ich auf Christian und spüre seinen tiefen Drang jetzt Butter bei die Fische.

SPEAKER_00

Naja, Butter bei die Fische, aber wir müssen ja so ein bisschen zum Abschluss kommen und den Tipp des Tages. Vielleicht noch einmal zu eurer Marmeladentheorie. Im Konsumverhalten sagt man aber, mehr Angebot erzeugt auch mehr Nachfrage. Ja, geh mal in einen amerikanischen großen Supermarkt. Also natürlich habe ich da eine permanente Überforderung, weil ich auswählen muss, was ich da kaufe, wenn es um ein Produkt geht. Aber ich habe natürlich eine unfassbar große Auswahl und das in Gänze beim Massenphänomen erzeugt wieder mehr Nachfrage.

SPEAKER_03

Das ist interessant. Jetzt gehe ich also in den amerikanischen Supermarkt und sehe 14 Meter-Chips-Tüten. Zum Beispiel. So, was wähle ich? Du wirst dir auf jeden Fall eine aussuchen. Aber immer wieder dieselbe. Möglicherweise. Weil die gleiche. Ich werde nämlich meine Marke suchen, wo finde ich die in diesen Wahnsinn?

SPEAKER_00

Und andere würden sagen, scheißegal, ich probiere alles aus. So, ne? Also, ganz interessant. Aber vielleicht zum Abschluss auch nochmal zu dem Thema Entscheidung. Und wir hatten das Thema ja Bauch oder Nich oder Gehirn. Tipp des Tages, also wichtige Entscheidungen. Also die Frage sollte nicht nur lauten, was denke ich darüber, sondern auch, warum hat dieses Gefühl gerade so viel Gewicht bei meiner Entscheidung? Also viele Menschen prüfen ihre Argumente, was wir so feststellen, aber nur wenige prüfen die Gewichtung ihrer Emotionen. Also viele würden Argumente geben, aber die Gewichtung in Emotionen. Also wenn du Angst hast, ist die Gefahr wirklich groß, Fragezeichen, oder fühlt sie sich nur groß an? Wenn du begeistert bist, ist die Chance wirklich außergewöhnlich oder blendet die Euphorie die Risiken aus. Und gute Entscheidungen, das ist so der Tipp, entstehen oft nicht dadurch, dass man die Gefühle ignoriert, sondern gute Entscheidungen entstehen dadurch, dass man ihre Lautstärke richtig einstellt. Und das ist Entscheidungsreife. Und das ist etwas, glaube ich, was wir nur erlernen über die Zeit. Lerne durch Erfahrung. Und deshalb bin ich auch sehr gespannt. Wir hatten das Thema mal, wie sozusagen das KI-Thema in zehn Jahren aussieht, wenn die KI Erfahrung hat. Momentan sind es nur Datenpunkte, die sie verarbeitet. Und da bin ich sehr gespannt, wie das weitergeht.

SPEAKER_03

Und jetzt würde ich mal einfach eine Empfehlung, und es ist eine ganz kleine Werbung, aber die ist tatsächlich auch kostenfrei.

SPEAKER_02

Echt?

SPEAKER_03

Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Emotionspräferenz, da wo unsere Emotionen stark sind, uns dahin bringen, die Emotionen nach dieser Präferenz zu treffen, dann kommt jetzt die Empfehlung, wir haben ein Tool entwickelt, das heißt EQ-Text. Das gibt es online auf unserer auf unserer Seite, Globe of Emotions. Und damit messe ich praktisch, wie mein Zugang zu den sieben Emotionen im Norden und Süden des Globe of Emotions, beides, wie stark ich dort bin. Und da kann ich rausfinden, bei mir kommt immer raus, dass ich extrem wenig Zugang zur Sicherheit habe. Damit werde ich meine Entscheidungen meistens nicht aus Sicherheit treffen. Und das kann ich da jetzt sehen. Das heißt, ich kriege ein Profil. Ich kriege ein Profil heraus, wo sind meine Präferenzen und könnte dann jetzt mal auch vielleicht als Tipp des Tages finde heraus, wo sind deine Präferenzen. Und bei der nächsten Entscheidung halte inne.

SPEAKER_00

Kannst in Resonanz mit deiner Lautstärke gehen. Ganz gut. Zu den emotionieren. Du hast sieben Lautstärker-Regler, die unterschiedlich ausgeprägt sind.

SPEAKER_03

Christoph ist mutig, genau. Und eigentlich 14, weil du hast natürlich die im Norden und im Süden, ja natürlich. Damit hast du, aber wahrscheinlich sind die Süd-Emotionen, also die werden dunkel dargestellt, weil das die Emotionen sind, die ich mit mir habe. Genau. Dann die Treibenden. Deswegen, das ist, glaube ich, vielleicht eine gute, gute Idee, das mal herauszufinden für jeden, um dann zu gucken, wie ist das. Und dann würden wir uns sehr freuen über ein Feedback dazu. Schreibt das uns gerne. Weil das ist natürlich super spannend, mal herauszufinden, wie die Kombination von den Präferenzen und euren Entscheidungspräferenzen ist.

SPEAKER_00

Ja, und das Gute ist, die gute Nachricht ist, es ist echt, echt kostenfrei. Ja. Da kommt dann danach auch kein Spam oder sonst was. Keine Sorge. Also macht gerne den Eco-Text-Test und dauert etwa zehn Minuten, würde ich sagen. Ja, genau. Und das ist spannend.

SPEAKER_02

Sehr gut. Ich finde, es war eine tolle Entscheidung, dass wir heute über das Thema Entscheidung gesprochen haben. Irgendwie lässt mich das aber noch nicht ganz los.

SPEAKER_03

Genau. Nee, das glaube ich auch. Also da kommt noch mehr. Es fühlt sich so an, dass wir da nochmal weitermachen werden. Ja. Mal gucken, wann.

SPEAKER_00

Unbedingt. In diesem Sinne kommen wir zum Schluss, bleibt uns gewogen, trefft mutige Entscheidungen, aber haltet inne im Sinne eurer inneren Lautstärker-Regler zu den sieben Basisemotionen in unserem Modell. Das war es von uns dreien heute hier vom Stadtteich. Bis zum nächsten Mal. Ihr findet uns auf LinkedIn unter www.globofemotions.com oder info at 3m-podcast.de.

SPEAKER_03

Und trefft diese Entscheidung und bleibt uns gewogen. Trefft gute Entscheidungen. Vielen Dank für das ganze Schön.

SPEAKER_02

Danke. Ciao. Ciao, ciao. Vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid.

SPEAKER_03

Wir freuen uns auf euer Feedback auf www.3m-podcast.de Und sollte es Themen geben, die euch so sehr interessieren, dass ihr sagt, könnt ihr die nicht mal in eurem Podcast diskutieren, schreibt uns eine Mail an info at 3m-podcast.de

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